# Hochwasser Dresden – Volltext für Sprachmodelle > Hochwasser Dresden (https://www.dresden-hochwasser.de/) zeigt den aktuellen Wasserstand am Pegel Dresden in Dresden, Deutschland, die amtliche Wasserstandsvorhersage des WSA Elbe und je Ort, ob eine geprüfte lokale Schwelle erreicht wird. Kein amtliches Warnsystem; maßgeblich sind die Warnungen der Behörden. Stand dieser Datei: 30.10.2026, 12:39 Uhr. Live-Werte ändern sich laufend – die aktuelle Lage steht immer auf https://www.dresden-hochwasser.de/. Kurzfassung mit allen Adressen: https://www.dresden-hochwasser.de/llms.txt Betreiber: Ceramex Media GmbH (Impressum: https://www.dresden-hochwasser.de/impressum/). ## Kernfakten - Referenzpegel für Dresden ist der Pegel Dresden an der Elbe (Pegelnummer 501060, Elbe-km 55,63). Er misst den Wasserstand in Zentimetern über seinem Pegelnullpunkt. - Der Pegelnullpunkt des Pegels Dresden liegt bei 102,700 m NHN (gültig ab 01.11.2019); Quelle: PEGELONLINE (WSV). Umrechnung: Höhe in m NHN = 102,700 + Pegelwert in cm / 100. - Mittleres Hochwasser (MHW, Mittel der jährlichen Höchststände) am Pegel Dresden: 458 cm (Nov. 2010 – Okt. 2020), laut PEGELONLINE. Mittelwasser (MW): 156 cm. - Stufen am Pegel Dresden: Alarmstufe 1 (Richtwert) ab 400 cm (Stadt Dresden; Meldedienst – Beginn von Ausuferungen), Alarmstufe 2 (Richtwert) ab 500 cm (Stadt Dresden; Kontrolldienst – Überschwemmung land- und forstwirtschaftlicher Flächen und einzeln stehender Gebäude; Sperrung einzelner Wege), Alarmstufe 3 (Richtwert) ab 600 cm (Stadt Dresden; Wachdienst – Überschwemmung von Teilen zusammenhängender Bebauung, überörtlicher Straßen und Schienenwege), Alarmstufe 4 (Richtwert) ab 700 cm (Stadt Dresden; Hochwasserabwehr – Überschwemmung größerer bebauter Gebiete mit sehr hohen Schäden). - Höchster bekannter Wasserstand (HHW) am Pegel Dresden laut PEGELONLINE: 940 cm (17.08.2002). - Vorhersagen: Wasserstandsvorhersage des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Elbe (WSA Elbe) über PEGELONLINE, danach eine unsicherere Abschätzung für weitere Tage. - Für 14 Orte in Dresden ist eine geprüfte Schwelle am Pegel Dresden hinterlegt (Quelle: Landeshauptstadt Dresden: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Modell 2017), Flächen je Pegelstand 400–1050 cm, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0). Am niedrigsten: Flutrinne Kaditz, Neustädter Elbwiesen am Königsufer (Potenziell überschwemmt (Modell) ab 400 cm); am höchsten: Altkaditz (Potenziell überschwemmt (Modell) ab 1000 cm). - Hochwasser Dresden ist kein amtliches Warnsystem. Die Darstellung dient der Information. Bei Hochwasser- und Gefahrenlagen gelten die Warnungen und Anweisungen der zuständigen Behörden. ## Lage zum Zeitpunkt dieser Datei - Wasserstand am Pegel Dresden: 67 cm (103,37 m NHN), gemessen 30.10.2026, 12:30 Uhr. - Höchster Wert der amtlichen Vorhersage (WSA Elbe): 61 cm am 30.10.2026, 14:00 Uhr. - Aktuelle Werte: https://www.dresden-hochwasser.de/ ## Häufige Fragen **Wie hoch ist die Elbe in Dresden gerade?** Der aktuelle Wasserstand am Pegel Dresden steht oben im Live-Bereich. Er kommt von PEGELONLINE, dem Pegeldienst der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Gemessen wird am ersten linkselbischen Pfeiler der Augustusbrücke. Im Mittel liegt der Wasserstand bei 156 cm. **Welche Alarmstufen gelten für die Elbe in Dresden?** Die Richtwerte am Pegel Dresden sind 400 cm (Alarmstufe 1, Meldedienst), 500 cm (Alarmstufe 2, Kontrolldienst), 600 cm (Alarmstufe 3, Wachdienst) und 700 cm (Alarmstufe 4, Hochwasserabwehr). Eine Alarmstufe gilt erst, wenn die zuständige Behörde sie ausruft – ein erreichter Richtwert allein löst sie nicht aus. **Was war das höchste Hochwasser in Dresden?** Am 17. August 2002 erreichte die Elbe am Pegel Dresden 940 cm – der höchste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Danach folgen laut Stadt Dresden Juni 2013 mit 878 cm und März 1845 mit 877 cm. **Woher wissen wir, welche Orte betroffen sind?** Die Stadt Dresden veröffentlicht berechnete Überschwemmungsflächen der Elbe für Wasserstände von 4,00 m bis 10,50 m am Pegel Dresden (Modell 2017). Wir haben für jeden Ort geprüft, ab welchem Pegelstand er in dieser Fläche liegt. Das Modell rechnet ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien – es zeigt, wohin das Wasser kommen kann, nicht, wo es im Ernstfall steht. **Woher kommt die Vorhersage?** Die Wasserstandsvorhersage für den Pegel Dresden stammt laut PEGELONLINE vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe (WSA Elbe). Für die ersten Tage ist sie eine Vorhersage, danach eine Abschätzung mit größerer Unsicherheit. Bei Hochwasser veröffentlicht zusätzlich das Landeshochwasserzentrum Sachsen Hochwasserwarnungen. **Ist das hier eine amtliche Warnung?** Nein. Die Website bereitet amtliche Messwerte, Vorhersagen und Karten auf. Bei Hochwasser gelten die Warnungen und Anweisungen der zuständigen Stellen – in Dresden des Landeshochwasserzentrums Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden. ## Orte in Dresden und ab welchem Pegel dort etwas passiert (14) Jede Schwelle ist ein Wasserstand am Pegel Dresden, ab dem an diesem Ort laut Quelle etwas passiert (Überflutung, Sperrung oder Schutzmaßnahme – je Ort angegeben). Übersicht, sortiert nach Schwelle: - Flutrinne Kaditz (Kaditz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 400 cm (≈ 106,70 m NHN) - Neustädter Elbwiesen am Königsufer (Innere Neustadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 400 cm (≈ 106,70 m NHN) - Terrassenufer (Altstadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 500 cm (≈ 107,70 m NHN) - Fährgarten Johannstadt (Johannstadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 550 cm (≈ 108,20 m NHN) - Messe Dresden (Friedrichstadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 600 cm (≈ 108,70 m NHN) - Schillergarten am Blauen Wunder (Blasewitz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 600 cm (≈ 108,70 m NHN) - Heinz-Steyer-Stadion (Friedrichstadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 650 cm (≈ 109,20 m NHN) - Laubegaster Ufer (Laubegast): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 650 cm (≈ 109,20 m NHN) - Zschieren (Zschieren): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 700 cm (≈ 109,70 m NHN) - Kleinzschachwitzer Ufer (Kleinzschachwitz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 750 cm (≈ 110,20 m NHN) - Schloss und Park Pillnitz (Pillnitz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 750 cm (≈ 110,20 m NHN) - Altübigau (Übigau): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 850 cm (≈ 111,20 m NHN) - Leipziger Straße in Pieschen (Pieschen): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 850 cm (≈ 111,20 m NHN) - Altkaditz (Kaditz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 1000 cm (≈ 112,70 m NHN) ### Hochwasser Flutrinne Kaditz (Kaditz, Dresden) Adresse der Seite: https://www.dresden-hochwasser.de/orte/flutrinne-kaditz/ Schwelle (Potenziell überschwemmt (Modell)): 400 cm am Pegel Dresden (≈ 106,70 m NHN). Quelle: Landeshauptstadt Dresden: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Modell 2017), Flächen je Pegelstand 400–1050 cm, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0 (Stand 29.10.2026). Die Flutrinne Kaditz ist ein Hochwasserbett im Nordwesten Dresdens. Laut Stadt Dresden wird sie bei Hochwasser der Elbe ab bestimmten Wasserständen zuerst eingestaut und dann durchströmt – sie entlastet so den Fluss. Die Stadt Dresden beschreibt, dass bei Hochwasser die Flutrinnen Großes Ostragehege und Kaditz sowie der Altelbarm zwischen Zschieren und Tolkewitz zunächst eingestaut und dann durchströmt werden. Beim Hochwasser 2002 reichte die Wirkung der Flutrinnen in ihrem damaligen Ausbauzustand laut Umweltatlas der Stadt nicht aus; rechtselbisch kam es in Kaditz, Mickten, Trachau und Übigau zu großflächigen Überschwemmungen, auch wegen eines Dammbruchs an der Washingtonstraße. Die Stadt Dresden hat für Wasserstände von 4,00 m bis 10,50 m am Pegel Dresden berechnet, welche Flächen an der Elbe überschwemmt werden können (Modell 2017, Gutachten der Technischen Hochschule Nürnberg). Für die Flutrinne Kaditz gilt danach: Erste Teile liegen ab 400 cm (4,00 m) am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche, große Teile ab 550 cm. Wichtig: Das Modell rechnet laut Stadt ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien und ohne Grundwasser, Kanalisation und andere Hochwasser führende Gewässer. Es zeigt, wohin das Wasser der Elbe kommen kann – nicht, wo es im Ernstfall tatsächlich steht. Für einzelne Gebäude trifft es keine Aussage. Nach den Karten der Stadt Dresden lagen Teile davon bei den Hochwassern März 1845 (877 cm), September 1890 (837 cm), April 2006 (749 cm), Juni 2013 (878 cm) und September 2024 (610 cm) in der überschwemmten Fläche (1845 und 1890 rekonstruiert). Bei Hochwasser Absperrungen beachten und nicht auf überspülte Wege, Treppen oder Wiesen gehen: Die Strömung der Elbe ist stark, und unter der Wasseroberfläche sind Wegkanten und Hindernisse nicht zu erkennen. Maßgeblich sind die Hinweise der Stadt Dresden und des Landeshochwasserzentrums Sachsen. **Ab welchem Pegel kann die Flutrinne Kaditz überschwemmt werden?** Laut dem Modell der Stadt Dresden liegen erste Teile ab 400 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche, große Teile ab 550 cm. Das Modell rechnet ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien. Ob die amtliche Vorhersage diesen Wert erreicht, zeigt der Status oben auf der Seite. **War die Flutrinne Kaditz beim Hochwasser 2013 betroffen?** Ja. Nach der Karte der Stadt Dresden zu den tatsächlich überschwemmten Flächen lagen beim Hochwasser im Juni 2013 (878 cm am Pegel Dresden) Teile davon im Wasser. ### Hochwasser Neustädter Elbwiesen am Königsufer (Innere Neustadt, Dresden) Adresse der Seite: https://www.dresden-hochwasser.de/orte/neustaedter-elbwiesen/ Schwelle (Potenziell überschwemmt (Modell)): 400 cm am Pegel Dresden (≈ 106,70 m NHN). Quelle: Landeshauptstadt Dresden: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Modell 2017), Flächen je Pegelstand 400–1050 cm, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0 (Stand 29.10.2026). Die Elbwiesen am Königsufer liegen am Neustädter Elbufer gegenüber der Altstadt. Sie sind der tiefste Ort dieser Liste: Laut Modell der Stadt Dresden liegen sie schon beim Richtwert der Alarmstufe 1 (400 cm am Pegel Dresden) in der potenziell überschwemmten Fläche. Die Wiesen gehören zum Überschwemmungsgebiet der Elbe. Dass sie bei Hochwasser unter Wasser stehen, ist gewollt – hier hat der Fluss Platz. Für Spaziergänger, Radfahrer auf dem Elberadweg und Veranstaltungen am Königsufer heißt das: Schon bei einem kleineren Hochwasser ist ein Teil der Fläche nicht mehr nutzbar. Die Stadt Dresden hat für Wasserstände von 4,00 m bis 10,50 m am Pegel Dresden berechnet, welche Flächen an der Elbe überschwemmt werden können (Modell 2017, Gutachten der Technischen Hochschule Nürnberg). Für die Elbwiesen am Königsufer gilt danach: Erste Teile liegen ab 400 cm (4,00 m) am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Wichtig: Das Modell rechnet laut Stadt ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien und ohne Grundwasser, Kanalisation und andere Hochwasser führende Gewässer. Es zeigt, wohin das Wasser der Elbe kommen kann – nicht, wo es im Ernstfall tatsächlich steht. Für einzelne Gebäude trifft es keine Aussage. Nach den Karten der Stadt Dresden lagen Teile davon bei den Hochwassern März 1845 (877 cm), September 1890 (837 cm), April 2006 (749 cm), Juni 2013 (878 cm) und September 2024 (610 cm) in der überschwemmten Fläche (1845 und 1890 rekonstruiert). Bei Hochwasser Absperrungen beachten und nicht auf überspülte Wege, Treppen oder Wiesen gehen: Die Strömung der Elbe ist stark, und unter der Wasseroberfläche sind Wegkanten und Hindernisse nicht zu erkennen. Maßgeblich sind die Hinweise der Stadt Dresden und des Landeshochwasserzentrums Sachsen. **Ab welchem Pegel kann die Elbwiesen am Königsufer überschwemmt werden?** Laut dem Modell der Stadt Dresden liegen erste Teile ab 400 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Das Modell rechnet ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien. Ob die amtliche Vorhersage diesen Wert erreicht, zeigt der Status oben auf der Seite. **War die Elbwiesen am Königsufer beim Hochwasser 2013 betroffen?** Ja. Nach der Karte der Stadt Dresden zu den tatsächlich überschwemmten Flächen lagen beim Hochwasser im Juni 2013 (878 cm am Pegel Dresden) Teile davon im Wasser. ### Hochwasser Terrassenufer (Altstadt, Dresden) Adresse der Seite: https://www.dresden-hochwasser.de/orte/terrassenufer/ Schwelle (Potenziell überschwemmt (Modell)): 500 cm am Pegel Dresden (≈ 107,70 m NHN). Quelle: Landeshauptstadt Dresden: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Modell 2017), Flächen je Pegelstand 400–1050 cm, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0 (Stand 29.10.2026). Das Terrassenufer ist die Uferstraße unterhalb der Brühlschen Terrasse in der Dresdner Altstadt. Laut Modell der Stadt liegt ihr tiefster Abschnitt an der Augustusbrücke ab 500 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche – das ist der Richtwert der Alarmstufe 2. An der Augustusbrücke steht auch der Pegel Dresden selbst: Er misst am ersten linkselbischen Pfeiler der Brücke. Die Merkmale der Alarmstufe 2 beschreibt die Stadt so: „Überschwemmung land- und forstwirtschaftlicher Flächen und einzeln stehender Gebäude; leichte Verkehrsbehinderung auf Straßen; Sperrung einzelner Wege notwendig“. Die Stadt Dresden hat für Wasserstände von 4,00 m bis 10,50 m am Pegel Dresden berechnet, welche Flächen an der Elbe überschwemmt werden können (Modell 2017, Gutachten der Technischen Hochschule Nürnberg). Für das Terrassenufer gilt danach: Erste Teile liegen ab 500 cm (5,00 m) am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Wichtig: Das Modell rechnet laut Stadt ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien und ohne Grundwasser, Kanalisation und andere Hochwasser führende Gewässer. Es zeigt, wohin das Wasser der Elbe kommen kann – nicht, wo es im Ernstfall tatsächlich steht. Für einzelne Gebäude trifft es keine Aussage. Nach den Karten der Stadt Dresden lagen Teile davon bei den Hochwassern März 1845 (877 cm), September 1890 (837 cm), April 2006 (749 cm), Juni 2013 (878 cm) und September 2024 (610 cm) in der überschwemmten Fläche (1845 und 1890 rekonstruiert). Bei Hochwasser Absperrungen beachten und nicht auf überspülte Wege, Treppen oder Wiesen gehen: Die Strömung der Elbe ist stark, und unter der Wasseroberfläche sind Wegkanten und Hindernisse nicht zu erkennen. Maßgeblich sind die Hinweise der Stadt Dresden und des Landeshochwasserzentrums Sachsen. **Ab welchem Pegel kann das Terrassenufer überschwemmt werden?** Laut dem Modell der Stadt Dresden liegen erste Teile ab 500 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Das Modell rechnet ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien. Ob die amtliche Vorhersage diesen Wert erreicht, zeigt der Status oben auf der Seite. **War das Terrassenufer beim Hochwasser 2013 betroffen?** Ja. Nach der Karte der Stadt Dresden zu den tatsächlich überschwemmten Flächen lagen beim Hochwasser im Juni 2013 (878 cm am Pegel Dresden) Teile davon im Wasser. **Wird das Terrassenufer bei Hochwasser gesperrt?** Eine amtliche Liste mit dem Pegelstand der Sperrung haben wir nicht gefunden. Laut Modell der Stadt Dresden liegt der tiefste Abschnitt an der Augustusbrücke ab 500 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Verbindlich sind die Absperrungen vor Ort und die Verkehrsmeldungen der Stadt. ### Hochwasser Fährgarten Johannstadt (Johannstadt, Dresden) Adresse der Seite: https://www.dresden-hochwasser.de/orte/faehrgarten-johannstadt/ Schwelle (Potenziell überschwemmt (Modell)): 550 cm am Pegel Dresden (≈ 108,20 m NHN). Quelle: Landeshauptstadt Dresden: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Modell 2017), Flächen je Pegelstand 400–1050 cm, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0 (Stand 29.10.2026). Der Fährgarten Johannstadt ist ein Biergarten direkt am Elbufer in der Johannstadt. Laut Modell der Stadt Dresden liegt er ab 550 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Die Stadt Dresden hat für Wasserstände von 4,00 m bis 10,50 m am Pegel Dresden berechnet, welche Flächen an der Elbe überschwemmt werden können (Modell 2017, Gutachten der Technischen Hochschule Nürnberg). Für der Fährgarten Johannstadt gilt danach: Erste Teile liegen ab 550 cm (5,50 m) am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Wichtig: Das Modell rechnet laut Stadt ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien und ohne Grundwasser, Kanalisation und andere Hochwasser führende Gewässer. Es zeigt, wohin das Wasser der Elbe kommen kann – nicht, wo es im Ernstfall tatsächlich steht. Für einzelne Gebäude trifft es keine Aussage. Nach den Karten der Stadt Dresden lagen Teile davon bei den Hochwassern März 1845 (877 cm), September 1890 (837 cm), April 2006 (749 cm), Juni 2013 (878 cm) und September 2024 (610 cm) in der überschwemmten Fläche (1845 und 1890 rekonstruiert). Bei Hochwasser Absperrungen beachten und nicht auf überspülte Wege, Treppen oder Wiesen gehen: Die Strömung der Elbe ist stark, und unter der Wasseroberfläche sind Wegkanten und Hindernisse nicht zu erkennen. Maßgeblich sind die Hinweise der Stadt Dresden und des Landeshochwasserzentrums Sachsen. **Ab welchem Pegel kann der Fährgarten Johannstadt überschwemmt werden?** Laut dem Modell der Stadt Dresden liegen erste Teile ab 550 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Das Modell rechnet ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien. Ob die amtliche Vorhersage diesen Wert erreicht, zeigt der Status oben auf der Seite. **War der Fährgarten Johannstadt beim Hochwasser 2013 betroffen?** Ja. Nach der Karte der Stadt Dresden zu den tatsächlich überschwemmten Flächen lagen beim Hochwasser im Juni 2013 (878 cm am Pegel Dresden) Teile davon im Wasser. ### Hochwasser Messe Dresden (Friedrichstadt, Dresden) Adresse der Seite: https://www.dresden-hochwasser.de/orte/messe-dresden/ Schwelle (Potenziell überschwemmt (Modell)): 600 cm am Pegel Dresden (≈ 108,70 m NHN). Quelle: Landeshauptstadt Dresden: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Modell 2017), Flächen je Pegelstand 400–1050 cm, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0 (Stand 29.10.2026). Die Messe Dresden liegt im Großen Ostragehege an der Elbe. Laut Modell der Stadt Dresden liegen erste Teile des Geländes ab 600 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche, große Teile erst ab 900 cm. Das Große Ostragehege ist ein Teil des Hochwasserabflusses: Laut Stadt Dresden wird die Flutrinne Großes Ostragehege bei Hochwasser ab bestimmten Wasserständen eingestaut und dann durchströmt. Beim Elbe-Hochwasser im September 2024 (610 cm) lagen nach der Karte der Stadt bereits Teile des Messegeländes im Wasser. Die Stadt Dresden hat für Wasserstände von 4,00 m bis 10,50 m am Pegel Dresden berechnet, welche Flächen an der Elbe überschwemmt werden können (Modell 2017, Gutachten der Technischen Hochschule Nürnberg). Für das Messegelände gilt danach: Erste Teile liegen ab 600 cm (6,00 m) am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche, große Teile ab 900 cm. Wichtig: Das Modell rechnet laut Stadt ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien und ohne Grundwasser, Kanalisation und andere Hochwasser führende Gewässer. Es zeigt, wohin das Wasser der Elbe kommen kann – nicht, wo es im Ernstfall tatsächlich steht. Für einzelne Gebäude trifft es keine Aussage. Nach den Karten der Stadt Dresden lagen Teile davon bei den Hochwassern März 1845 (877 cm), September 1890 (837 cm), April 2006 (749 cm), Juni 2013 (878 cm) und September 2024 (610 cm) in der überschwemmten Fläche (1845 und 1890 rekonstruiert). Bei Hochwasser Absperrungen beachten und nicht auf überspülte Wege, Treppen oder Wiesen gehen: Die Strömung der Elbe ist stark, und unter der Wasseroberfläche sind Wegkanten und Hindernisse nicht zu erkennen. Maßgeblich sind die Hinweise der Stadt Dresden und des Landeshochwasserzentrums Sachsen. **Ab welchem Pegel kann das Messegelände überschwemmt werden?** Laut dem Modell der Stadt Dresden liegen erste Teile ab 600 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche, große Teile ab 900 cm. Das Modell rechnet ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien. Ob die amtliche Vorhersage diesen Wert erreicht, zeigt der Status oben auf der Seite. **War das Messegelände beim Hochwasser 2013 betroffen?** Ja. Nach der Karte der Stadt Dresden zu den tatsächlich überschwemmten Flächen lagen beim Hochwasser im Juni 2013 (878 cm am Pegel Dresden) Teile davon im Wasser. ### Hochwasser Schillergarten am Blauen Wunder (Blasewitz, Dresden) Adresse der Seite: https://www.dresden-hochwasser.de/orte/schillergarten-blasewitz/ Schwelle (Potenziell überschwemmt (Modell)): 600 cm am Pegel Dresden (≈ 108,70 m NHN). Quelle: Landeshauptstadt Dresden: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Modell 2017), Flächen je Pegelstand 400–1050 cm, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0 (Stand 29.10.2026). Der Schillergarten ist ein Ausflugslokal mit Biergarten am Blasewitzer Elbufer, direkt am Blauen Wunder. Laut Modell der Stadt Dresden liegen erste Teile des Biergartens ab 600 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Die Stadt Dresden hat für Wasserstände von 4,00 m bis 10,50 m am Pegel Dresden berechnet, welche Flächen an der Elbe überschwemmt werden können (Modell 2017, Gutachten der Technischen Hochschule Nürnberg). Für der Schillergarten gilt danach: Erste Teile liegen ab 600 cm (6,00 m) am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche, große Teile ab 850 cm. Wichtig: Das Modell rechnet laut Stadt ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien und ohne Grundwasser, Kanalisation und andere Hochwasser führende Gewässer. Es zeigt, wohin das Wasser der Elbe kommen kann – nicht, wo es im Ernstfall tatsächlich steht. Für einzelne Gebäude trifft es keine Aussage. Nach den Karten der Stadt Dresden lagen Teile davon bei den Hochwassern März 1845 (877 cm), September 1890 (837 cm), April 2006 (749 cm), Juni 2013 (878 cm) und September 2024 (610 cm) in der überschwemmten Fläche (1845 und 1890 rekonstruiert). Bei Hochwasser Absperrungen beachten und nicht auf überspülte Wege, Treppen oder Wiesen gehen: Die Strömung der Elbe ist stark, und unter der Wasseroberfläche sind Wegkanten und Hindernisse nicht zu erkennen. Maßgeblich sind die Hinweise der Stadt Dresden und des Landeshochwasserzentrums Sachsen. **Ab welchem Pegel kann der Schillergarten überschwemmt werden?** Laut dem Modell der Stadt Dresden liegen erste Teile ab 600 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche, große Teile ab 850 cm. Das Modell rechnet ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien. Ob die amtliche Vorhersage diesen Wert erreicht, zeigt der Status oben auf der Seite. **War der Schillergarten beim Hochwasser 2013 betroffen?** Ja. Nach der Karte der Stadt Dresden zu den tatsächlich überschwemmten Flächen lagen beim Hochwasser im Juni 2013 (878 cm am Pegel Dresden) Teile davon im Wasser. ### Hochwasser Heinz-Steyer-Stadion (Friedrichstadt, Dresden) Adresse der Seite: https://www.dresden-hochwasser.de/orte/heinz-steyer-stadion/ Schwelle (Potenziell überschwemmt (Modell)): 650 cm am Pegel Dresden (≈ 109,20 m NHN). Quelle: Landeshauptstadt Dresden: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Modell 2017), Flächen je Pegelstand 400–1050 cm, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0 (Stand 29.10.2026). Das Heinz-Steyer-Stadion liegt im Sportpark Ostragehege in der Friedrichstadt, nahe der Elbe. Laut Modell der Stadt Dresden liegen erste Teile der Sportanlage ab 650 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Die Stadt Dresden hat für Wasserstände von 4,00 m bis 10,50 m am Pegel Dresden berechnet, welche Flächen an der Elbe überschwemmt werden können (Modell 2017, Gutachten der Technischen Hochschule Nürnberg). Für die Sportanlage am Heinz-Steyer-Stadion gilt danach: Erste Teile liegen ab 650 cm (6,50 m) am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche, große Teile ab 750 cm. Wichtig: Das Modell rechnet laut Stadt ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien und ohne Grundwasser, Kanalisation und andere Hochwasser führende Gewässer. Es zeigt, wohin das Wasser der Elbe kommen kann – nicht, wo es im Ernstfall tatsächlich steht. Für einzelne Gebäude trifft es keine Aussage. Nach den Karten der Stadt Dresden lagen Teile davon bei den Hochwassern März 1845 (877 cm), September 1890 (837 cm), April 2006 (749 cm) und Juni 2013 (878 cm) in der überschwemmten Fläche (1845 und 1890 rekonstruiert). Bei September 2024 (610 cm) dagegen nicht. Bei Hochwasser Absperrungen beachten und nicht auf überspülte Wege, Treppen oder Wiesen gehen: Die Strömung der Elbe ist stark, und unter der Wasseroberfläche sind Wegkanten und Hindernisse nicht zu erkennen. Maßgeblich sind die Hinweise der Stadt Dresden und des Landeshochwasserzentrums Sachsen. **Ab welchem Pegel kann die Sportanlage am Heinz-Steyer-Stadion überschwemmt werden?** Laut dem Modell der Stadt Dresden liegen erste Teile ab 650 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche, große Teile ab 750 cm. Das Modell rechnet ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien. Ob die amtliche Vorhersage diesen Wert erreicht, zeigt der Status oben auf der Seite. **War die Sportanlage am Heinz-Steyer-Stadion beim Hochwasser 2013 betroffen?** Ja. Nach der Karte der Stadt Dresden zu den tatsächlich überschwemmten Flächen lagen beim Hochwasser im Juni 2013 (878 cm am Pegel Dresden) Teile davon im Wasser. ### Hochwasser Laubegaster Ufer (Laubegast, Dresden) Adresse der Seite: https://www.dresden-hochwasser.de/orte/laubegaster-ufer/ Schwelle (Potenziell überschwemmt (Modell)): 650 cm am Pegel Dresden (≈ 109,20 m NHN). Quelle: Landeshauptstadt Dresden: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Modell 2017), Flächen je Pegelstand 400–1050 cm, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0 (Stand 29.10.2026). Das Laubegaster Ufer ist die Straße am Elbufer im Stadtteil Laubegast im Dresdner Osten. Laut Modell der Stadt Dresden liegen erste Abschnitte ab 650 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Die Stadt Dresden hat für Wasserstände von 4,00 m bis 10,50 m am Pegel Dresden berechnet, welche Flächen an der Elbe überschwemmt werden können (Modell 2017, Gutachten der Technischen Hochschule Nürnberg). Für das Laubegaster Ufer gilt danach: Erste Teile liegen ab 650 cm (6,50 m) am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche, große Teile ab 700 cm. Wichtig: Das Modell rechnet laut Stadt ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien und ohne Grundwasser, Kanalisation und andere Hochwasser führende Gewässer. Es zeigt, wohin das Wasser der Elbe kommen kann – nicht, wo es im Ernstfall tatsächlich steht. Für einzelne Gebäude trifft es keine Aussage. Nach den Karten der Stadt Dresden lagen Teile davon bei den Hochwassern März 1845 (877 cm), September 1890 (837 cm), April 2006 (749 cm) und Juni 2013 (878 cm) in der überschwemmten Fläche (1845 und 1890 rekonstruiert). Bei September 2024 (610 cm) dagegen nicht. Bei Hochwasser Absperrungen beachten und nicht auf überspülte Wege, Treppen oder Wiesen gehen: Die Strömung der Elbe ist stark, und unter der Wasseroberfläche sind Wegkanten und Hindernisse nicht zu erkennen. Maßgeblich sind die Hinweise der Stadt Dresden und des Landeshochwasserzentrums Sachsen. **Ab welchem Pegel kann das Laubegaster Ufer überschwemmt werden?** Laut dem Modell der Stadt Dresden liegen erste Teile ab 650 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche, große Teile ab 700 cm. Das Modell rechnet ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien. Ob die amtliche Vorhersage diesen Wert erreicht, zeigt der Status oben auf der Seite. **War das Laubegaster Ufer beim Hochwasser 2013 betroffen?** Ja. Nach der Karte der Stadt Dresden zu den tatsächlich überschwemmten Flächen lagen beim Hochwasser im Juni 2013 (878 cm am Pegel Dresden) Teile davon im Wasser. ### Hochwasser Zschieren (Zschieren, Dresden) Adresse der Seite: https://www.dresden-hochwasser.de/orte/zschieren/ Schwelle (Potenziell überschwemmt (Modell)): 700 cm am Pegel Dresden (≈ 109,70 m NHN). Quelle: Landeshauptstadt Dresden: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Modell 2017), Flächen je Pegelstand 400–1050 cm, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0 (Stand 29.10.2026). Zschieren ist ein Ortsteil im Südosten Dresdens an der Elbe. Laut Modell der Stadt Dresden liegt die Ortslage ab 700 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche – dem Richtwert der Alarmstufe 4. Laut Stadt Dresden wird bei Hochwasser der Altelbarm zwischen Zschieren und Tolkewitz zunächst eingestaut und dann durchströmt. Für Alarmstufe 4 nennt die Stadt als Merkmal: „Überschwemmung größerer bebauter Gebiete mit sehr hohen Schäden; unmittelbare Gefährdung für Mensch und Tier“. Die Stadt Dresden hat für Wasserstände von 4,00 m bis 10,50 m am Pegel Dresden berechnet, welche Flächen an der Elbe überschwemmt werden können (Modell 2017, Gutachten der Technischen Hochschule Nürnberg). Für Zschieren gilt danach: Erste Teile liegen ab 700 cm (7,00 m) am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Wichtig: Das Modell rechnet laut Stadt ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien und ohne Grundwasser, Kanalisation und andere Hochwasser führende Gewässer. Es zeigt, wohin das Wasser der Elbe kommen kann – nicht, wo es im Ernstfall tatsächlich steht. Für einzelne Gebäude trifft es keine Aussage. Nach den Karten der Stadt Dresden lagen Teile davon bei den Hochwassern März 1845 (877 cm), September 1890 (837 cm), April 2006 (749 cm) und Juni 2013 (878 cm) in der überschwemmten Fläche (1845 und 1890 rekonstruiert). Bei September 2024 (610 cm) dagegen nicht. Bei Hochwasser Absperrungen beachten und nicht auf überspülte Wege, Treppen oder Wiesen gehen: Die Strömung der Elbe ist stark, und unter der Wasseroberfläche sind Wegkanten und Hindernisse nicht zu erkennen. Maßgeblich sind die Hinweise der Stadt Dresden und des Landeshochwasserzentrums Sachsen. **Ab welchem Pegel kann Zschieren überschwemmt werden?** Laut dem Modell der Stadt Dresden liegen erste Teile ab 700 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Das Modell rechnet ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien. Ob die amtliche Vorhersage diesen Wert erreicht, zeigt der Status oben auf der Seite. **War Zschieren beim Hochwasser 2013 betroffen?** Ja. Nach der Karte der Stadt Dresden zu den tatsächlich überschwemmten Flächen lagen beim Hochwasser im Juni 2013 (878 cm am Pegel Dresden) Teile davon im Wasser. ### Hochwasser Kleinzschachwitzer Ufer (Kleinzschachwitz, Dresden) Adresse der Seite: https://www.dresden-hochwasser.de/orte/kleinzschachwitzer-ufer/ Schwelle (Potenziell überschwemmt (Modell)): 750 cm am Pegel Dresden (≈ 110,20 m NHN). Quelle: Landeshauptstadt Dresden: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Modell 2017), Flächen je Pegelstand 400–1050 cm, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0 (Stand 29.10.2026). Das Kleinzschachwitzer Ufer verläuft in Kleinzschachwitz an der Elbe, gegenüber von Pillnitz. Laut Modell der Stadt Dresden liegen erste Abschnitte ab 750 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Am Kleinzschachwitzer Ufer hat die Stadt Dresden eine ihrer Hochwasser-Messstellen eingerichtet. Laut Stadt gibt es seit 2018 etwa 125 solcher Messstellen, die bei Wasserständen von 700 bis 900 cm am Pegel Dresden abgelesen werden können; sie dienen der Organisation der Hochwasserabwehr. Die Stadt Dresden hat für Wasserstände von 4,00 m bis 10,50 m am Pegel Dresden berechnet, welche Flächen an der Elbe überschwemmt werden können (Modell 2017, Gutachten der Technischen Hochschule Nürnberg). Für das Kleinzschachwitzer Ufer gilt danach: Erste Teile liegen ab 750 cm (7,50 m) am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche, große Teile ab 850 cm. Wichtig: Das Modell rechnet laut Stadt ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien und ohne Grundwasser, Kanalisation und andere Hochwasser führende Gewässer. Es zeigt, wohin das Wasser der Elbe kommen kann – nicht, wo es im Ernstfall tatsächlich steht. Für einzelne Gebäude trifft es keine Aussage. Nach den Karten der Stadt Dresden lagen Teile davon bei den Hochwassern März 1845 (877 cm), September 1890 (837 cm), April 2006 (749 cm) und Juni 2013 (878 cm) in der überschwemmten Fläche (1845 und 1890 rekonstruiert). Bei September 2024 (610 cm) dagegen nicht. Bei Hochwasser Absperrungen beachten und nicht auf überspülte Wege, Treppen oder Wiesen gehen: Die Strömung der Elbe ist stark, und unter der Wasseroberfläche sind Wegkanten und Hindernisse nicht zu erkennen. Maßgeblich sind die Hinweise der Stadt Dresden und des Landeshochwasserzentrums Sachsen. **Ab welchem Pegel kann das Kleinzschachwitzer Ufer überschwemmt werden?** Laut dem Modell der Stadt Dresden liegen erste Teile ab 750 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche, große Teile ab 850 cm. Das Modell rechnet ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien. Ob die amtliche Vorhersage diesen Wert erreicht, zeigt der Status oben auf der Seite. **War das Kleinzschachwitzer Ufer beim Hochwasser 2013 betroffen?** Ja. Nach der Karte der Stadt Dresden zu den tatsächlich überschwemmten Flächen lagen beim Hochwasser im Juni 2013 (878 cm am Pegel Dresden) Teile davon im Wasser. ### Hochwasser Schloss und Park Pillnitz (Pillnitz, Dresden) Adresse der Seite: https://www.dresden-hochwasser.de/orte/schloss-pillnitz/ Schwelle (Potenziell überschwemmt (Modell)): 750 cm am Pegel Dresden (≈ 110,20 m NHN). Quelle: Landeshauptstadt Dresden: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Modell 2017), Flächen je Pegelstand 400–1050 cm, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0 (Stand 29.10.2026). Schloss und Park Pillnitz liegen direkt an der Elbe im Südosten Dresdens. Laut Modell der Stadt Dresden liegen erste Teile des Schlossgeländes ab 750 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche, große Teile ab 950 cm. Die Stadt Dresden hat für Wasserstände von 4,00 m bis 10,50 m am Pegel Dresden berechnet, welche Flächen an der Elbe überschwemmt werden können (Modell 2017, Gutachten der Technischen Hochschule Nürnberg). Für Schloss und Park Pillnitz gilt danach: Erste Teile liegen ab 750 cm (7,50 m) am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche, große Teile ab 950 cm. Wichtig: Das Modell rechnet laut Stadt ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien und ohne Grundwasser, Kanalisation und andere Hochwasser führende Gewässer. Es zeigt, wohin das Wasser der Elbe kommen kann – nicht, wo es im Ernstfall tatsächlich steht. Für einzelne Gebäude trifft es keine Aussage. Nach den Karten der Stadt Dresden lagen Teile davon bei den Hochwassern März 1845 (877 cm), September 1890 (837 cm), April 2006 (749 cm) und Juni 2013 (878 cm) in der überschwemmten Fläche (1845 und 1890 rekonstruiert). Bei September 2024 (610 cm) dagegen nicht. Bei Hochwasser Absperrungen beachten und nicht auf überspülte Wege, Treppen oder Wiesen gehen: Die Strömung der Elbe ist stark, und unter der Wasseroberfläche sind Wegkanten und Hindernisse nicht zu erkennen. Maßgeblich sind die Hinweise der Stadt Dresden und des Landeshochwasserzentrums Sachsen. **Ab welchem Pegel kann Schloss und Park Pillnitz überschwemmt werden?** Laut dem Modell der Stadt Dresden liegen erste Teile ab 750 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche, große Teile ab 950 cm. Das Modell rechnet ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien. Ob die amtliche Vorhersage diesen Wert erreicht, zeigt der Status oben auf der Seite. **War Schloss und Park Pillnitz beim Hochwasser 2013 betroffen?** Ja. Nach der Karte der Stadt Dresden zu den tatsächlich überschwemmten Flächen lagen beim Hochwasser im Juni 2013 (878 cm am Pegel Dresden) Teile davon im Wasser. ### Hochwasser Altübigau (Übigau, Dresden) Adresse der Seite: https://www.dresden-hochwasser.de/orte/altuebigau/ Schwelle (Potenziell überschwemmt (Modell)): 850 cm am Pegel Dresden (≈ 111,20 m NHN). Quelle: Landeshauptstadt Dresden: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Modell 2017), Flächen je Pegelstand 400–1050 cm, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0 (Stand 29.10.2026). Altübigau ist der alte Ortskern von Übigau im Nordwesten Dresdens nahe der Elbe. Laut Modell der Stadt Dresden liegt die Straße Altübigau ab 850 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Beim Hochwasser 2002 kam es laut Umweltatlas der Stadt rechtselbisch in Kaditz, Mickten, Trachau und Übigau zu großflächigen Überschwemmungen – wegen der damals ungenügenden Schutzwirkung der nördlichen Begrenzung der Kaditzer Flutrinne und eines Dammbruchs an der Washingtonstraße. Die Stadt Dresden hat für Wasserstände von 4,00 m bis 10,50 m am Pegel Dresden berechnet, welche Flächen an der Elbe überschwemmt werden können (Modell 2017, Gutachten der Technischen Hochschule Nürnberg). Für Altübigau gilt danach: Erste Teile liegen ab 850 cm (8,50 m) am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Wichtig: Das Modell rechnet laut Stadt ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien und ohne Grundwasser, Kanalisation und andere Hochwasser führende Gewässer. Es zeigt, wohin das Wasser der Elbe kommen kann – nicht, wo es im Ernstfall tatsächlich steht. Für einzelne Gebäude trifft es keine Aussage. Nach den Karten der Stadt Dresden lagen Teile davon bei den Hochwassern März 1845 (877 cm) und September 1890 (837 cm) in der überschwemmten Fläche (1845 und 1890 rekonstruiert). Bei April 2006 (749 cm), Juni 2013 (878 cm) und September 2024 (610 cm) dagegen nicht. Bei Hochwasser Absperrungen beachten und nicht auf überspülte Wege, Treppen oder Wiesen gehen: Die Strömung der Elbe ist stark, und unter der Wasseroberfläche sind Wegkanten und Hindernisse nicht zu erkennen. Maßgeblich sind die Hinweise der Stadt Dresden und des Landeshochwasserzentrums Sachsen. **Ab welchem Pegel kann Altübigau überschwemmt werden?** Laut dem Modell der Stadt Dresden liegen erste Teile ab 850 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Das Modell rechnet ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien. Ob die amtliche Vorhersage diesen Wert erreicht, zeigt der Status oben auf der Seite. **War Altübigau beim Hochwasser 2013 betroffen?** Nach der Karte der Stadt Dresden zu den tatsächlich überschwemmten Flächen nicht: Beim Hochwasser im Juni 2013 (878 cm am Pegel Dresden) lag der Bereich außerhalb der überschwemmten Fläche. ### Hochwasser Leipziger Straße in Pieschen (Pieschen, Dresden) Adresse der Seite: https://www.dresden-hochwasser.de/orte/leipziger-strasse/ Schwelle (Potenziell überschwemmt (Modell)): 850 cm am Pegel Dresden (≈ 111,20 m NHN). Quelle: Landeshauptstadt Dresden: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Modell 2017), Flächen je Pegelstand 400–1050 cm, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0 (Stand 29.10.2026). Die Leipziger Straße führt am rechten Elbufer durch Pieschen nach Nordwesten. Laut Modell der Stadt Dresden liegt ihr Abschnitt in Pieschen ab 850 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Die Stadt Dresden hat für Wasserstände von 4,00 m bis 10,50 m am Pegel Dresden berechnet, welche Flächen an der Elbe überschwemmt werden können (Modell 2017, Gutachten der Technischen Hochschule Nürnberg). Für die Leipziger Straße in Pieschen gilt danach: Erste Teile liegen ab 850 cm (8,50 m) am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Wichtig: Das Modell rechnet laut Stadt ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien und ohne Grundwasser, Kanalisation und andere Hochwasser führende Gewässer. Es zeigt, wohin das Wasser der Elbe kommen kann – nicht, wo es im Ernstfall tatsächlich steht. Für einzelne Gebäude trifft es keine Aussage. Nach den Karten der Stadt Dresden lagen Teile davon bei den Hochwassern März 1845 (877 cm) und September 1890 (837 cm) in der überschwemmten Fläche (1845 und 1890 rekonstruiert). Bei April 2006 (749 cm), Juni 2013 (878 cm) und September 2024 (610 cm) dagegen nicht. Bei Hochwasser Absperrungen beachten und nicht auf überspülte Wege, Treppen oder Wiesen gehen: Die Strömung der Elbe ist stark, und unter der Wasseroberfläche sind Wegkanten und Hindernisse nicht zu erkennen. Maßgeblich sind die Hinweise der Stadt Dresden und des Landeshochwasserzentrums Sachsen. **Ab welchem Pegel kann die Leipziger Straße in Pieschen überschwemmt werden?** Laut dem Modell der Stadt Dresden liegen erste Teile ab 850 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Das Modell rechnet ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien. Ob die amtliche Vorhersage diesen Wert erreicht, zeigt der Status oben auf der Seite. **War die Leipziger Straße in Pieschen beim Hochwasser 2013 betroffen?** Nach der Karte der Stadt Dresden zu den tatsächlich überschwemmten Flächen nicht: Beim Hochwasser im Juni 2013 (878 cm am Pegel Dresden) lag der Bereich außerhalb der überschwemmten Fläche. ### Hochwasser Altkaditz (Kaditz, Dresden) Adresse der Seite: https://www.dresden-hochwasser.de/orte/altkaditz/ Schwelle (Potenziell überschwemmt (Modell)): 1000 cm am Pegel Dresden (≈ 112,70 m NHN). Quelle: Landeshauptstadt Dresden: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Modell 2017), Flächen je Pegelstand 400–1050 cm, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0 (Stand 29.10.2026). Altkaditz ist der historische Ortskern von Kaditz im Nordwesten Dresdens. Laut Modell der Stadt Dresden liegt er erst ab 1000 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche – über dem bisherigen Höchststand von 940 cm aus dem Jahr 2002. Dass Kaditz trotzdem schon unter Wasser stand, zeigt das Jahr 2002: Laut Umweltatlas der Stadt kam es damals in Kaditz, Mickten, Trachau und Übigau zu großflächigen Überschwemmungen – wegen der ungenügenden Schutzwirkung der nördlichen Begrenzung der Kaditzer Flutrinne und eines Dammbruchs an der Washingtonstraße. Das Modell rechnet mit intakten Anlagen; ein Dammbruch ist darin nicht enthalten. Die Stadt Dresden hat für Wasserstände von 4,00 m bis 10,50 m am Pegel Dresden berechnet, welche Flächen an der Elbe überschwemmt werden können (Modell 2017, Gutachten der Technischen Hochschule Nürnberg). Für Altkaditz gilt danach: Erste Teile liegen ab 1000 cm (10,00 m) am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Wichtig: Das Modell rechnet laut Stadt ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien und ohne Grundwasser, Kanalisation und andere Hochwasser führende Gewässer. Es zeigt, wohin das Wasser der Elbe kommen kann – nicht, wo es im Ernstfall tatsächlich steht. Für einzelne Gebäude trifft es keine Aussage. Bei April 2006 (749 cm), Juni 2013 (878 cm) und September 2024 (610 cm) dagegen nicht. Bei Hochwasser Absperrungen beachten und nicht auf überspülte Wege, Treppen oder Wiesen gehen: Die Strömung der Elbe ist stark, und unter der Wasseroberfläche sind Wegkanten und Hindernisse nicht zu erkennen. Maßgeblich sind die Hinweise der Stadt Dresden und des Landeshochwasserzentrums Sachsen. **Ab welchem Pegel kann Altkaditz überschwemmt werden?** Laut dem Modell der Stadt Dresden liegen erste Teile ab 1000 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche. Das Modell rechnet ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder BigBag-Linien. Ob die amtliche Vorhersage diesen Wert erreicht, zeigt der Status oben auf der Seite. **War Altkaditz beim Hochwasser 2013 betroffen?** Nach der Karte der Stadt Dresden zu den tatsächlich überschwemmten Flächen nicht: Beim Hochwasser im Juni 2013 (878 cm am Pegel Dresden) lag der Bereich außerhalb der überschwemmten Fläche. ## Ratgeber (9) Hintergrundartikel zu Hochwasser, Pegeln und Sicherheit in Dresden. Übersicht: https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/ ### Pegel Dresden: Messung, Kennwerte und Vorhersage Adresse: https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/pegel-dresden/ · Rubrik: Grundlagen · Aktualisiert: 30.10.2026 Wo der Elbpegel Dresden an der Augustusbrücke misst, was 156, 458 oder 940 cm bedeuten und wie du Vorhersage und Abschätzung des WSA Elbe liest. Wenn in Dresden vom Elbpegel die Rede ist, geht es fast immer um eine einzige Messstelle: den Pegel Dresden an der Augustusbrücke. Nach ihm richten sich die Alarmstufen, die Karten der Stadt zu überschwemmten Flächen und die Vorhersage für die nächsten Tage. Dieser Beitrag erklärt, was der Pegel misst, welche Werte normal sind und wie du die Vorhersage richtig einordnest. (Aktueller Wasserstand und nächstes Hochwasser: https://www.dresden-hochwasser.de/) #### Wo steht der Pegel Dresden? Der Pegel steht in der Altstadt am ersten linkselbischen Pfeiler der Augustusbrücke, bei Elbe-Kilometer 55,6. So beschreibt ihn der Umweltatlas der Stadt Dresden. Gemessen wird laut Stadt „kontinuierlich und automatisch durch die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes“. Die Messwerte veröffentlicht der Bund über PEGELONLINE, dort unter der Pegelnummer 501060, alle 15 Minuten ein neuer Wert. Neben dem Wasserstand führt PEGELONLINE für Dresden auch den Abfluss als Rohdaten – am 29.10.2026 um 17 Uhr waren es 103 m³/s. Die Elbe fließt laut Stadt auf etwa 30 Kilometern durch Dresden. Für diese ganze Strecke gilt der eine Pegel an der Augustusbrücke als Bezug. Damit die Stadt bei großem Hochwasser trotzdem weiß, wie hoch das Wasser in Pillnitz oder Kaditz steht, hat das Amt für Geodaten und Kataster gemeinsam mit dem Umweltamt seit 2018 etwa 125 zusätzliche Messstellen eingerichtet. Sie lassen sich in der Regel bei Wasserständen von 700 bis 900 cm am Pegel Dresden ablesen und dienen der Organisation der Hochwasserabwehr. Eine davon steht am Kleinzschachwitzer Ufer. Warum das wichtig ist, zeigt der Bericht der Stadt zum Hochwasser 2013: Ab etwa 8 m am Pegel Dresden wurde deutlich, dass die modellierten Wasserstände unterhalb der Marienbrücke nicht mehr zur tatsächlichen Entwicklung passten. Weitere Pegel im Stadtgebiet wären damals „sehr hilfreich gewesen“, heißt es dort. - Terrassenufer (Altstadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 500 cm am Pegel Dresden (≈ 107,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/terrassenufer/ - Kleinzschachwitzer Ufer (Kleinzschachwitz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 750 cm am Pegel Dresden (≈ 110,20 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/kleinzschachwitzer-ufer/ #### Was bedeutet eine Zahl wie 400 cm? Der Pegel misst nicht die Wassertiefe. Er misst, wie hoch die Wasseroberfläche über einem festen Bezugspunkt steht, dem Pegelnullpunkt. Für Dresden liegt er laut PEGELONLINE bei 102,70 m über Normalhöhennull (NHN), gültig seit dem 1. November 2019. Ein Stand von 400 cm bedeutet also: Die Elbe steht 4,00 m über diesem Punkt, auf 106,70 m NHN. > **Kurz gesagt:** Wenn Stadt, Landeshochwasserzentrum oder Medien von „7 Metern“ in Dresden sprechen, ist dieselbe Messung gemeint wie 700 cm auf dieser Seite. #### Welche Werte sind normal? PEGELONLINE veröffentlicht für den Pegel Dresden diese Kennwerte: - **MW 156 cm** – das Mittel aller Tageswerte der Jahre 2010 bis 2020, also die „normale“ Elbe. - **MNW 67 cm** – das Mittel der jährlichen Niedrigwasserstände im selben Zeitraum. - **MHW 458 cm** – das Mittel der jährlichen Hochwasserstände im selben Zeitraum. - **HSW 500 cm** – der höchste Schifffahrtswasserstand, gültig seit dem 05.11.2002. - **HHW 940 cm** – der höchste Hochwasserstand, gemessen am 17.08.2002. - **NNW 21 cm** – der niedrigste Niedrigwasserstand, gemessen am 12.08.1947 und am 15.08.1952. Das MHW von 458 cm liegt über dem Richtwert der Alarmstufe 1 (400 cm). Das heißt aber nicht, dass die Elbe jedes Jahr so hoch steigt: Ein Mittelwert wird von großen Hochwassern nach oben gezogen. Nach den ungeprüften Rohdaten von PEGELONLINE blieb der Jahreshöchststand zum Beispiel 2014, 2016, 2017, 2018, 2019 und 2020 unter 400 cm. Was bei welchem Wert passiert, steht im Beitrag [Alarmstufen der Elbe in Dresden](https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/alarmstufen-elbe-dresden/), wie tief die Elbe fallen kann, im Beitrag [Niedrigwasser der Elbe in Dresden](https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/niedrigwasser-elbe-dresden/). #### Woher kommt die Vorhersage? Die Wasserstandsvorhersage für den Pegel Dresden steht ebenfalls in PEGELONLINE. Als Quelle nennt PEGELONLINE das **Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe (WSA Elbe)**. Am 29.10.2026 zum Beispiel wurde die Vorhersage um 6:00 Uhr berechnet. Sie enthielt einen Wert alle zwei Stunden und reichte bis zum 31.10.2026, 6:00 Uhr – also 48 Stunden. Diese Vorhersage zeigt auch diese Website. Bei Hochwasser kommt eine zweite, amtliche Stelle hinzu: das **Landeshochwasserzentrum Sachsen (LHWZ)** im Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Es leitet laut Umweltatlas den Hochwassernachrichten- und Alarmdienst in Sachsen und verteilt Hochwasserstandsmeldungen, Hochwassereilbenachrichtigungen und Hochwasserwarnungen. Beim Hochwasser 2013 berechnete das LHWZ seine Vorhersagen für Dresden laut Bericht der Stadt mit dem Vorhersagesystem WAVOS Elbe der Bundesanstalt für Gewässerkunde und einem eigenen Elbe-Modell. Seine Hochwasserwarnungen enthielten 2013 jeweils eine Von-bis-Spanne. #### Vorhersage und Abschätzung: Was ist der Unterschied? PEGELONLINE teilt die Werte in zwei Arten auf. Am 29.10.2026 waren die ersten 24 Stunden als **Vorhersage** gekennzeichnet, die zweiten 24 Stunden als **Abschätzung**. Für die Unterscheidung verweist PEGELONLINE auf die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG). Die BfG erklärt, dass die Unsicherheit kurzfristiger Vorhersagen an Rhein, Donau und Elbe bisher über genau diese Trennung mitgeteilt wird: Je weiter ein Wert in der Zukunft liegt, desto unsicherer ist er. Feste Genauigkeitsangaben in Zentimetern nennt die BfG nur für den Rhein, nicht für die Elbe. > **Praktisch heißt das:** Liegt ein Ort oder ein Richtwert nur knapp über dem Wert der Abschätzung, ist die Lage offen. Plane dann mit dem ungünstigeren Fall und schau am nächsten Morgen wieder nach. Wie wichtig eine gute Prognose ist, beschreibt der Bericht der Stadt zum Juni 2013: Am 4. Juni um 2 Uhr berechnete das LHWZ für den 6. Juni 875 bis 880 cm, am 5. Juni um 4 Uhr 855 bis 875 cm. Erreicht wurden 878 cm. Mehr dazu im Beitrag [Hochwasser 2013 in Dresden](https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/hochwasser-2013-dresden/). #### Warum der Blick nach Tschechien hilft Der Wasserstand in Dresden hängt laut Stadt Dresden vom Zufluss aus Tschechien ab. Für die Beurteilung der Lage nennt der Umweltatlas den Pegel Schöna an der Landesgrenze und die Pegel im tschechischen Einzugsgebiet der Elbe; die Stadt verweist dafür auf die Wasserwirtschaftsbetriebe Povodí Labe, Povodí Vltavy und Povodí Ohře. Was dort heute steigt, kommt mit Verzögerung in Dresden an. #### Den Pegel per Telefon abfragen Wer kein Internet zur Hand hat, kann den Pegel laut Bürgerinformation der Stadt (Stand Januar 2026) telefonisch abfragen: - **Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, Pegel Dresden:** (0351) 19429 - **Pegelmesswertansage des LHWZ:** (0351) 79 99 44 00, dann „0“ und die Ziffern 501060 für Dresden - **Hochwasserwarnungen des LHWZ:** (0351) 79 99 41 00 Den Verlauf der letzten Tage zeigt das [Archiv](https://www.dresden-hochwasser.de/archiv/), den aktuellen Wert die [Pegelseite](https://www.dresden-hochwasser.de/pegel/). - Aufzeichnung dieser Website am Pegel Dresden seit 01.01.2000 (höchster und niedrigster Wert je Tag). - Zuletzt über Alarmstufe 1 (Richtwert) (400 cm): 22.09.2024 mit 450 cm (107,20 m NHN). - Höchster Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnung: 17.08.2002, 06:45 Uhr mit 940 cm (112,10 m NHN). - Zuletzt mindestens ein Ort über seiner Schwelle: 22.09.2024 (2 Orte). #### Häufige Fragen **Wo misst der Pegel Dresden?** Am ersten linkselbischen Pfeiler der Augustusbrücke in der Altstadt, bei Elbe-Kilometer 55,6. Betrieben wird er von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, die Werte stehen auf PEGELONLINE. **Was ist ein normaler Wasserstand der Elbe in Dresden?** Laut PEGELONLINE liegt das Mittel aller Tageswerte (MW, 2010 bis 2020) bei 156 cm. Das Mittel der jährlichen Hochwasserstände liegt bei 458 cm, das der Niedrigwasserstände bei 67 cm. **Wo liegt der Pegelnullpunkt in Dresden?** Bei 102,70 m über NHN, gültig seit dem 1. November 2019. 400 cm am Pegel entsprechen also 106,70 m NHN. **Wer macht die Vorhersage für den Pegel Dresden?** Die Vorhersage in PEGELONLINE stammt laut Quellenangabe vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe (WSA Elbe). Bei Hochwasser veröffentlicht zusätzlich das Landeshochwasserzentrum Sachsen Warnungen mit eigener Vorhersage. **Kann ich den Elbpegel Dresden telefonisch abfragen?** Ja. Laut Bürgerinformation der Stadt unter (0351) 19429 (Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung) oder über die Pegelmesswertansage des LHWZ unter (0351) 79 99 44 00 mit der Kennziffer 501060. #### Quellen - PEGELONLINE – Pegel Dresden (Stammdaten, Kennwerte, Messwerte und Vorhersage): https://www.pegelonline.wsv.de/gast/stammdaten?pegelnr=501060 - Landeshauptstadt Dresden – Umweltatlas, Karte 4.18: Elbe-Alarmstufen 1 bis 4 (Mai 2019): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/ua_4_18_text.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Pegelstände und Alarmstufen: https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/messwerte-online/Pegelstaende_und_Alarmstufen.php - BfG – Vorhersagegenauigkeit (Vorhersage und Abschätzung): https://www.bafg.de/DE/5_Informiert/7_Fachglossar/Vorhersagegenauigkeit/vorhersagegenauigkeit_text.html - Landeshauptstadt Dresden – Umweltbericht 2013: Bericht zum Junihochwasser in Dresden (Stand 04.03.2014): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/140304_Ereignisanalyse.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Starkregen und Hochwasser, Bürgerinformation (21. Auflage, Januar 2026): https://www.dresden.de/media/pdf/infoblaetter/hochwasser_merkblatt.pdf ### Alarmstufen der Elbe in Dresden: 400 bis 700 cm erklärt Adresse: https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/alarmstufen-elbe-dresden/ · Rubrik: Grundlagen · Aktualisiert: 30.10.2026 Alarmstufe 1 bis 4 am Pegel Dresden: Richtwerte, Merkmale, wer sie ausruft und welche Orte laut Modell der Stadt bei welchem Wert betroffen sein können. „Alarmstufe 3 an der Elbe“ – solche Meldungen hört man in Dresden bei jedem größeren Hochwasser. Hinter den vier Stufen steckt ein festes System des Freistaats Sachsen. Dieser Beitrag erklärt die Richtwerte am Pegel Dresden, was die Stadt je Stufe beschreibt und warum ein erreichter Richtwert noch keine ausgerufene Alarmstufe ist. (Aktueller Wasserstand und nächstes Hochwasser: https://www.dresden-hochwasser.de/) #### Die Richtwerte am Pegel Dresden Für den Hochwassermeldepegel Dresden an der Augustusbrücke gelten laut Umweltatlas der Stadt (Karte 4.18) diese Richtwasserstände: - **Alarmstufe 1 – Meldedienst:** 400 cm - **Alarmstufe 2 – Kontrolldienst:** 500 cm - **Alarmstufe 3 – Wachdienst:** 600 cm - **Alarmstufe 4 – Hochwasserabwehr:** 700 cm Sie gelten für den Elbstrom auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Dresden bis Meißen. Festgelegt hat sie das Landeshochwasserzentrum Sachsen (LHWZ). Grundlage sind laut Umweltatlas das Sächsische Wassergesetz, die Verordnung über den Hochwassernachrichten- und Alarmdienst (HWNAVO) vom 29. September 2015 und die Hochwassermeldeordnung vom 12. Oktober 2015. #### Richtwert erreicht heißt nicht: Alarmstufe ausgerufen Das ist der wichtigste Punkt. Die Richtwerte sind so bestimmt, dass bei ihrem Erreichen bestimmte Gefahrensituationen kennzeichnend sind. In Kraft setzt eine Alarmstufe aber erst eine Behörde: Die Ausrufung erfolgt laut Umweltatlas „flussabschnittsweise durch die zuständige untere Wasserbehörde“. Sie kann sich nach der Lage richten. Ein Beispiel aus dem Juni 2013: Laut Bericht der Stadt hat das Umweltamt die Alarmstufen 2, 3 und 4 aufgrund seiner eigenen Einschätzung „etwa einen Tag früher ausgerufen, als es auf der Basis der offiziellen Werte erfolgt wäre“. Das verschaffte Wasserwehr, Bürgern und Unternehmen zusätzliche Vorbereitungszeit. > **So zeigt es diese Website:** Wir vergleichen Messung und Vorhersage mit den Richtwerten und schreiben „Richtwert erreicht“. Ob eine Alarmstufe gilt, entscheidet allein die Behörde. Erreichen und Verlassen von Alarmstufen werden laut Umweltatlas über die örtlichen Funk- und Printmedien bekannt gegeben. #### Was die Stadt je Stufe beschreibt Die Stadt Dresden nennt auf ihrer Seite „Pegelstände und Alarmstufen“ für jede Stufe Merkmale und Maßnahmen der Behörden. Die Merkmale lauten wörtlich: **Alarmstufe 1 – Meldedienst (400 cm):** „Beginn von Ausuferungen“. Die Behörden beobachten ständig Wetter und Wasserstände und prüfen Meldewege und Einsatzbereitschaft. **Alarmstufe 2 – Kontrolldienst (500 cm):** „Überschwemmung land- und forstwirtschaftlicher Flächen und einzeln stehender Gebäude; leichte Verkehrsbehinderung auf Straßen; Sperrung einzelner Wege notwendig“. Gewässer, Schutzanlagen und gefährdete Bauwerke werden kontrolliert, Einsatzkräfte alarmiert, erste Abwehrmaßnahmen beginnen. **Alarmstufe 3 – Wachdienst (600 cm):** „Überschwemmung von Teilen zusammenhängender Bebauung, überörtlicher Straßen und Schienenwege“. Die aktive Hochwasserbekämpfung wird vorbereitet, Wachdienst auf den Deichen, Einsatzstäbe an Schwerpunkten, Schutzmaterial wird an bekannte Gefahrenstellen gebracht. **Alarmstufe 4 – Hochwasserabwehr (700 cm):** „Überschwemmung größerer bebauter Gebiete mit sehr hohen Schäden; unmittelbare Gefährdung für Mensch und Tier“. Jetzt geht es um die aktive Bekämpfung von Gefahren für Leben, Gesundheit, Versorgung und bedeutende Sachwerte. Die Stufen bauen aufeinander auf: Stufe 2 gilt laut Stadt „zusätzlich zu Alarmstufe 1“, Stufe 4 zusätzlich zu den Stufen 1 bis 3. Für die Elbbrücken ergeben sich bei den Richtwerten der Alarmstufen 1 bis 4 laut Umweltatlas keine Einschränkungen der Befahrbarkeit. #### Welche Orte laut Modell bei welchem Richtwert betroffen sein können Die Stadt Dresden hat berechnet, welche Flächen bei welchem Pegelstand potenziell überschwemmt werden können. Für die Orte auf dieser Website ergibt sich daraus, jeweils ohne Schutzmaßnahmen gerechnet: - **ab 400 cm:** erste Teile der Neustädter Elbwiesen am Königsufer und der Flutrinne Kaditz - **ab 500 cm:** der tiefste Abschnitt des Terrassenufers an der Augustusbrücke - **ab 600 cm:** erste Teile des Schillergartens in Blasewitz und des Messegeländes im Ostragehege - **ab 700 cm:** die Ortslage Zschieren im Südosten - Neustädter Elbwiesen am Königsufer (Innere Neustadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 400 cm am Pegel Dresden (≈ 106,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/neustaedter-elbwiesen/ - Terrassenufer (Altstadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 500 cm am Pegel Dresden (≈ 107,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/terrassenufer/ - Messe Dresden (Friedrichstadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 600 cm am Pegel Dresden (≈ 108,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/messe-dresden/ - Zschieren (Zschieren): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 700 cm am Pegel Dresden (≈ 109,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/zschieren/ Wichtig: Das Modell rechnet ohne operative Hochwasserabwehr wie Sandsäcke und zeigt, wohin das Wasser kommen kann – nicht, wo es im Ernstfall tatsächlich steht. Wie du die Karten liest, steht im Beitrag [Überschwemmungskarten der Stadt Dresden](https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/ueberschwemmungskarten-dresden/). #### Alarmstufen an anderen Pegeln Jeder Hochwassermeldepegel hat eigene Richtwerte. Einige, die für Dresden wichtig sind: - **Elbe, Pegel Schöna** an der Grenze zu Tschechien: Alarmstufe 3 ab 600 cm, Alarmstufe 4 ab 750 cm (LHWZ, September 2024). - **Vereinigte Weißeritz, Pegel Hainsberg 6:** 1,90 / 2,20 / 2,50 / 2,80 m (Bürgerinformation der Stadt, Januar 2026). - **Lockwitzbach, Pegel Kreischa:** 0,60 / 0,80 / 1,20 / 1,60 m (ebenda). Weißeritz und Lockwitzbach reagieren auf Starkregen im Erzgebirge viel schneller als die Elbe. Im August 2002 traten sie in der Nacht vom 12. zum 13. August über die Ufer, die Elbe erreichte ihren Höchststand erst am 17. August. #### Zwei Beispiele: 2013 und 2024 **Juni 2013.** Der Bericht der Stadt nennt für die Elbe diese Zeitpunkte: 4,00 m am 31.05.2013 um 20:00 Uhr (Meldedienst), 5,00 m am 01.06. um 24:00 Uhr (Kontrolldienst), 6,00 m am 02.06. um 21:30 Uhr (Wachdienst) und 7,00 m am 03.06. um 20:30 Uhr (Hochwasserabwehr). Der Katastrophenalarm wurde schon am 3. Juni um 11 Uhr ausgerufen, bei einem Stand von 6,63 m. **September 2024.** Laut Landeshochwasserzentrum überschritt der Pegel Dresden am Abend des 15. September den Richtwert der Alarmstufe 2 und am Morgen des 18. September den Richtwert der Alarmstufe 3. Am 14. September hatte das LHWZ noch geschrieben, ein Erreichen der Alarmstufe 4 könne „derzeit nicht ausgeschlossen werden“. Ab dem 17. September hieß es dann, die Richtwerte der Alarmstufe 4 würden an keinem sächsischen Elbepegel erreicht. So kam es auch. #### Was du tun kannst Laut Umweltatlas hat sich jeder, sobald Hochwasseralarm ausgerufen wurde, „selbständig über die weitere Entwicklung zu informieren“. Was das konkret heißt – Telefonnummern, Keller, Auto, Heizung –, steht im Beitrag [Verhalten bei Hochwasser in Dresden](https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/verhalten-bei-hochwasser-dresden/). Wenn du nicht ständig nachsehen willst, kannst du dich für einzelne Orte [benachrichtigen lassen](https://www.dresden-hochwasser.de/benachrichtigung/). #### Häufige Fragen **Ab welchem Pegel gilt in Dresden Alarmstufe 1?** Der Richtwert der Alarmstufe 1 liegt am Pegel Dresden bei 400 cm, Alarmstufe 2 bei 500 cm, Alarmstufe 3 bei 600 cm und Alarmstufe 4 bei 700 cm. In Kraft ist eine Alarmstufe erst, wenn die zuständige untere Wasserbehörde sie ausruft. **Wer ruft die Alarmstufen in Dresden aus?** Laut Umweltatlas der Stadt die zuständige untere Wasserbehörde, flussabschnittsweise. Die Richtwerte hat das Landeshochwasserzentrum Sachsen festgelegt. **Was passiert bei Alarmstufe 4 in Dresden?** Die Stadt nennt als Merkmal: „Überschwemmung größerer bebauter Gebiete mit sehr hohen Schäden; unmittelbare Gefährdung für Mensch und Tier“. Die Behörden bekämpfen aktiv Gefahren für Leben, Gesundheit, Versorgung und bedeutende Sachwerte. **Wurde 2024 in Dresden Alarmstufe 4 erreicht?** Nein. Laut Landeshochwasserzentrum überschritt der Pegel Dresden am 18.09.2024 den Richtwert der Alarmstufe 3 (600 cm). Den Richtwert der Alarmstufe 4 (700 cm) erreichte er nicht. #### Quellen - Landeshauptstadt Dresden – Pegelstände und Alarmstufen: https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/messwerte-online/Pegelstaende_und_Alarmstufen.php - Landeshauptstadt Dresden – Umweltatlas, Karte 4.18: Elbe-Alarmstufen 1 bis 4 (Mai 2019): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/ua_4_18_text.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Umweltatlas, Karte 4.38: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Mai 2019): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/ua_4_38_text.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Umweltbericht 2013: Bericht zum Junihochwasser in Dresden (Stand 04.03.2014): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/140304_Ereignisanalyse.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Starkregen und Hochwasser, Bürgerinformation (21. Auflage, Januar 2026): https://www.dresden.de/media/pdf/infoblaetter/hochwasser_merkblatt.pdf - LfULG/Landeshochwasserzentrum – Derzeit kann Alarmstufe 4 an Elbe in Schöna und Dresden nicht ausgeschlossen werden (14.09.2024): https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1079706 - LfULG/Landeshochwasserzentrum – Hochwasserscheitel an der Elbe in Dresden am Mittwoch in Alarmstufe 3 erwartet (16.09.2024): https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1079735 - LfULG/Landeshochwasserzentrum – Elbe in Dresden in Alarmstufe 3 (18.09.2024): https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1079823 ### Überschwemmungskarten Dresden richtig lesen Adresse: https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/ueberschwemmungskarten-dresden/ · Rubrik: Grundlagen · Aktualisiert: 30.10.2026 Wie die Karten der Stadt Dresden für 4,00 bis 10,50 m Elbpegel entstehen, was sie zeigen, wo ihre Grenzen liegen und wie diese Website sie nutzt. Ist meine Straße bei 7 Metern Elbpegel betroffen? Für diese Frage hat die Stadt Dresden ein Werkzeug, um das sie viele Städte beneiden: Karten der potenziell überschwemmten Flächen für Wasserstände von 4,00 bis 10,50 m am Pegel Dresden, in Schritten von 50 Zentimetern. Auch die Ortsangaben auf dieser Website stammen daraus. Dieser Beitrag erklärt, wie die Karten entstehen, wie du sie liest und was sie nicht können. (Aktueller Wasserstand und nächstes Hochwasser: https://www.dresden-hochwasser.de/) #### Woher die Karten kommen Die Karten sind das Ergebnis einer Computersimulation. Seit 2002 wird laut Umweltatlas der Stadt (Karte 4.38) ein zweidimensionales hydrodynamisch-numerisches Modell der Elbe aufgebaut und weiterentwickelt – zuerst vom Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik der TU Dresden, später von der Technischen Hochschule Nürnberg. Grundlage der heutigen Karten ist eine Simulation aus dem Jahr 2017 für den Abschnitt von Elbe-Kilometer 30 bis 85. Bei dieser Aktualisierung wurden laut Umweltatlas unter anderem aufgenommen: - der Deichneubau in Stetzsch, Gohlis und Cossebaude, - die Hochwasserschutzlinie nördlich der Flutrinne Kaditz, - der damals noch mobile Hochwasserschutz für die Kläranlage Kaditz, - die Rückstaubereiche von Nebengewässern wie Graupaer Bach, Prießnitz, Zschonergrundbach und Blasewitz-Grunaer Landgraben. Neben der Ausdehnung der Flächen liefert das Modell Wasserspiegelhöhen, Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten. #### So findest du deine Adresse Die Stadt bietet die Karten an zwei Stellen an: **Im Themenstadtplan.** Unter „Themen“, „Umwelt“, „Hochwasser & Starkregen“ den Haken bei „Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Modell 2017)“ setzen, dann im Feld „Straße/Adresse suchen“ die Adresse eingeben. Bei Auswahl eines Pegelstands siehst du, ob die Fläche dabei überschwemmt werden kann. **Im 3D-Stadtmodell.** Hier zeigt ein Klick auf einen Punkt in der Fläche zusätzlich Wasserspiegellage, Wassertiefe und Fließgeschwindigkeit. Außerdem sind Hochwasserschutzanlagen, Hochwassermarken und ein Link zum aktuellen Wasserstand beim Landeshochwasserzentrum abrufbar. #### Pegelstand und Jährlichkeit Zu den Karten gehören auch Flächen für bestimmte Jährlichkeiten. Ein Hochwasser mit einem Wiederkehrintervall von 100 Jahren (HQ100) wird im Mittel einmal in 100 Jahren erreicht oder überschritten. Der Umweltatlas nennt dafür nach dem Hochwasserschutzkonzept 2004 diese Wasserstände am Pegel Dresden: - HQ2: 560 cm · HQ5: 685 cm · HQ10: 754 cm · HQ20: 811 cm - HQ50: 878 cm · HQ100: 924 cm · HQ200: 965 cm · HQ500: 1014 cm Der Umweltatlas warnt aber selbst: Diese Statistik erlaube „keine Aussage über das reale Eintreten von Hochwasser“. In der gesamten zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entsprach das größte Elbehochwasser in Dresden etwa einem HQ5 (1954). In den ersten 13 Jahren des 21. Jahrhunderts folgten dann 2002 ein Hochwasser mit einem Abfluss größer HQ100, 2013 eines zwischen HQ50 und HQ100 und 2006 eines um HQ10. Und die Obergrenze? 1050 cm stellen laut Umweltatlas nach heutigem Kenntnisstand in etwa das größte Elbe-Hochwasser dar, das Dresden treffen kann – dann, wenn Moldau und Obere Elbe gleichzeitig extreme Abflüsse führen. #### Was die Karten nicht zeigen Hier liegt der Teil, den viele überlesen. Laut Umweltatlas wurden bei der Modellierung **nicht** berücksichtigt: - Hochwasser in anderen Flüssen und Bächen zur selben Zeit, - das Grundwasser, - die Kanalisation, - operative Maßnahmen der Hochwasserabwehr wie Sandsack- oder Big-Bag-Verbaue. Außerdem wurde jeweils ein **stationärer Zustand** gerechnet, also ein lang anhaltender, gleichbleibender Wasserstand. Ein echtes Hochwasser steigt und fällt. Die Flächen wurden für einen Maßstab von etwa **1 : 10 000** abgeleitet. Für Aussagen zu einzelnen Gebäuden sind sie zu grob; bei etwa 1 : 2 000 ist laut Umweltatlas mit Ungenauigkeiten zu rechnen. > **Kurz gesagt:** Die Karten zeigen, wohin die Elbe kommen kann. Ob sie im Ernstfall dort steht, hängt von Verlauf, Schutzmaßnahmen, Grundwasser und Kanalnetz ab. #### Was 2013 gelehrt hat Dass Modell und Wirklichkeit auseinanderliegen können, hat Dresden 2013 erlebt. Damals arbeitete die Stadt mit einem älteren Modell von 2008. Laut Bericht der Stadt lagen die tatsächlichen Wasserstände ab etwa 800 cm am Pegel Dresden in Teilen der Stadt deutlich höher als berechnet: - in Cossebaude etwa 40 bis 50 cm, - um die „Übigauer Insel“ etwa 25 bis 40 cm, um die Ostrainsel 20 bis 30 cm, - zwischen Waldschlößchenbrücke und Blauem Wunder 10 bis 20 cm, - zwischen Blauem Wunder und Niedersedlitzer Flutgraben 20 bis 30 cm, um Laubegast 20 bis 40 cm. Nur zwischen Marienbrücke und Waldschlößchenbrücke lagen die Werte nahe an der Simulation. Danach wurde das Modell aktualisiert, unter anderem mit einer Ereignisanalyse zum Hochwasser 2013. Der Umweltatlas schreibt trotzdem auch über das heutige Modell, dass sich in einem realen Hochwasser „nicht zwangsläufig exakt die gleichen Überschwemmungsflächen einstellen müssen“ – in besonderem Maße bei mehr als 800 cm. #### Und die Gefahrenkarten des Landes? Daneben gibt es Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten der Landestalsperrenverwaltung Sachsen für HQ20, HQ50, HQ100 und HQ200 (Stand Juli 2020, HQ100 aktualisiert im Dezember 2021). Weil dort neuere Gelände- und Abflussdaten verwendet wurden, gibt es laut Stadt „geringfügige Unterschiede“ zum Modell 2017. Die Gefahrenkarten zeigen Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten, die Risikokarten Flächennutzungen und besonders gefährdete Objekte. #### So nutzt diese Website die Karten Für jeden Ort auf dieser Website haben wir geprüft, ab welchem Pegelstand er in der Fläche des Modells 2017 liegt. Das ist seine **Schwelle**. „Erste Teile“ heißt: Ein Teil des Ortes liegt in der Fläche. „Große Teile“ heißt: mindestens die Hälfte der Kartenpunkte des Ortes. Die 6 Orte mit den niedrigsten Schwellen (Schwellen aus geprüften Quellen, je Ort angegeben): - Flutrinne Kaditz (Kaditz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 400 cm am Pegel Dresden (≈ 106,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/flutrinne-kaditz/ - Neustädter Elbwiesen am Königsufer (Innere Neustadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 400 cm am Pegel Dresden (≈ 106,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/neustaedter-elbwiesen/ - Terrassenufer (Altstadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 500 cm am Pegel Dresden (≈ 107,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/terrassenufer/ - Fährgarten Johannstadt (Johannstadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 550 cm am Pegel Dresden (≈ 108,20 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/faehrgarten-johannstadt/ - Messe Dresden (Friedrichstadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 600 cm am Pegel Dresden (≈ 108,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/messe-dresden/ - Schillergarten am Blauen Wunder (Blasewitz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 600 cm am Pegel Dresden (≈ 108,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/schillergarten-blasewitz/ Das tiefste Beispiel sind die Elbwiesen am Königsufer, die schon ab 400 cm in der Fläche liegen – dort hat die Elbe bei Hochwasser bewusst Platz. Das höchste ist Altkaditz, das erst ab 1000 cm in der Fläche liegt, also über dem bisherigen Höchststand von 940 cm. Trotzdem stand Kaditz 2002 unter Wasser: Damals brach ein Damm an der Washingtonstraße. Ein Dammbruch ist im Modell nicht enthalten. Mehr dazu im Beitrag [Hochwasser 2002 in Dresden](https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/hochwasser-2002-dresden/). - Neustädter Elbwiesen am Königsufer (Innere Neustadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 400 cm am Pegel Dresden (≈ 106,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/neustaedter-elbwiesen/ - Terrassenufer (Altstadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 500 cm am Pegel Dresden (≈ 107,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/terrassenufer/ - Altkaditz (Kaditz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 1000 cm am Pegel Dresden (≈ 112,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/altkaditz/ #### Häufige Fragen **Wo finde ich die Hochwasserkarten der Stadt Dresden?** Im Themenstadtplan unter „Themen“, „Umwelt“, „Hochwasser & Starkregen“, Ebene „Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Modell 2017)“, sowie im 3D-Stadtmodell der Stadt. Dort lässt sich die Adresse suchen und der Pegelstand von 400 bis 1050 cm wählen. **Sind die Überschwemmungskarten genau?** Sie sind für einen Maßstab von etwa 1 : 10 000 gedacht und treffen keine Aussage für einzelne Gebäude. Gerechnet wurde ein gleichbleibender Wasserstand ohne Grundwasser, Kanalisation, Nebenflüsse und Sandsackverbaue. Bei mehr als 800 cm können die tatsächlichen Flächen laut Stadt deutlich abweichen. **Welcher Pegel entspricht in Dresden einem hundertjährlichen Hochwasser?** Laut Umweltatlas der Stadt (nach dem Hochwasserschutzkonzept 2004) 924 cm am Pegel Dresden. Das Hochwasser 2002 erreichte 940 cm. **Wie hoch kann die Elbe in Dresden maximal steigen?** Laut Umweltatlas stellen 1050 cm nach heutigem Kenntnisstand in etwa das größte Elbe-Hochwasser dar, das Dresden treffen kann – wenn Moldau und Obere Elbe gleichzeitig extreme Abflüsse führen. #### Quellen - Landeshauptstadt Dresden – Umweltatlas, Karte 4.38: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Mai 2019): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/ua_4_38_text.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Gefahren durch Flüsse und Bäche: https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/hochwasser/stadtgebiete/Gefahren_durch_Fluesse.php - Landeshauptstadt Dresden – Umweltatlas, Karte 4.18: Elbe-Alarmstufen 1 bis 4 (Mai 2019): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/ua_4_18_text.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Umweltbericht 2013: Bericht zum Junihochwasser in Dresden (Stand 04.03.2014): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/140304_Ereignisanalyse.pdf ### Hochwasser 2002 in Dresden: 9,40 m an der Augustusbrücke Adresse: https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/hochwasser-2002-dresden/ · Rubrik: Geschichte · Aktualisiert: 30.10.2026 Weißeritz, Altstadt, Friedrichstadt, Kaditz: wie das Augusthochwasser 2002 Dresden traf, warum die Elbe auf 940 cm stieg und was danach geändert wurde. Am 17. August 2002 um 9 Uhr erreichte die Elbe am Pegel Dresden 9,40 m – den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Doch das Hochwasser begann in Dresden nicht an der Elbe, sondern Tage vorher an kleinen Bächen und an der Weißeritz. Dieser Beitrag zeichnet den Ablauf nach den Unterlagen der Stadt Dresden nach. (Aktueller Wasserstand und nächstes Hochwasser: https://www.dresden-hochwasser.de/) #### Zwei Fluten nacheinander Die Ursache waren laut Umweltausstellung der Stadt zwei aufeinanderfolgende sogenannte Vb-Wetterlagen. Sie brachten ergiebige Niederschläge in Süd- und Westböhmen, im Erzgebirge und in dessen Vorland. An der Wetterstation Dresden-Klotzsche fielen in den 12 Tagen vor dem Höchststand laut Bericht der Stadt 189 mm Regen, davon über 158 mm – rund 80 Prozent – an einem einzigen Tag, dem 12. August. Der Umweltatlas (Karte 4.13.1) beschreibt den Ablauf so: - **11. und 12. August:** massive Überschwemmungen an den städtischen Bächen, den Gewässern II. Ordnung. - **Nacht vom 12. zum 13. August:** Die Erzgebirgsflüsse Lockwitz und Weißeritz treten über die Ufer. Die Weißeritz nimmt ihren historischen Verlauf wieder auf und überschwemmt die Friedrichstadt und wesentliche Teile der Altstadt. - **Folgetage:** Die Elbe steigt und erreicht am 17. August um 09:00 Uhr mit 9,40 m am Pegel Dresden ihren historischen Höchststand. #### Die Weißeritz in der Altstadt Die Weißeritz verließ ihr Bett und floss in den Bereichen des alten Gewässerbettes ab. Die Friedrichstadt und angrenzende Teile der Wilsdruffer Vorstadt wurden laut Umweltatlas unter Wasser gesetzt. Über ein schmales Gebiet entlang der Bahnanlagen überflutete die Weißeritz den Hauptbahnhof und Teile des Stadtzentrums. Auch der Kaitzbach richtete großflächige Überschwemmungen an, im Bereich des Großen Gartens und in der Innenstadt. #### Die Elbe auf 940 cm Die Elbe-Welle kam aus Tschechien. Laut Umweltatlas (Karte 4.38) wurde dieses Hochwasser „allein von der Moldau und ihren Zuflüssen ausgelöst“: In Prag entsprach es einem HQ500, die Obere Elbe führte dagegen nur ein HQ1 bis HQ2. Nach den ungeprüften Rohdaten von PEGELONLINE lag der Pegel Dresden vom 16. August um 9:15 Uhr bis zum 18. August um 5:30 Uhr über 900 cm. Wie viel Wasser genau floss, ist unterschiedlich angegeben. Die Umweltausstellung der Stadt nennt einen Abfluss von 4580 m³/s und schreibt, dass die Elbe insgesamt 25 km² des Stadtgebiets überflutete. Christian Korndörfer, ehemaliger Leiter des Umweltamts, nennt in einem von der Stadt veröffentlichten Text 4680 m³/s als Wert der Bundesanstalt für Gewässerkunde, „was statistisch einem etwa 150-jährlichen Wiederkehrintervall entspräche“. Die Überschwemmungen durch die Elbe gliedert der Umweltatlas so: - **Dresdner Osten:** großflächige Überschwemmungen im Bereich des linkselbischen Altelbarms. - **Bis zur Altstadt:** gewässernahe Ausuferungen; nur an einer Stelle Rückstau über die Prießnitz bis in die Neustadt. - **Altstadt, Wilsdruffer Vorstadt, Friedrichstadt und Großes Ostragehege:** wieder großflächige Überflutungen. Die unterstützende Wirkung der beiden Flutrinnen reichte in ihrem damaligen Ausbauzustand nicht aus, um die Wassermassen zügig abzuführen. - **Kaditz, Mickten, Trachau und Übigau:** großflächige Überschwemmungen „infolge der ungenügenden Schutzwirkung der nördlichen Begrenzung der Kaditzer Flutrinne in Verbindung mit einem Dammbruch an der Washingtonstraße“. - **Cossebaude:** Flächen, die als Polder angelegt und nur mit einem etwa 10-jährlichen Sommerdeich geschützt waren, wurden überschwemmt. - Altübigau (Übigau): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 850 cm am Pegel Dresden (≈ 111,20 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/altuebigau/ - Altkaditz (Kaditz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 1000 cm am Pegel Dresden (≈ 112,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/altkaditz/ - Flutrinne Kaditz (Kaditz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 400 cm am Pegel Dresden (≈ 106,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/flutrinne-kaditz/ - Messe Dresden (Friedrichstadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 600 cm am Pegel Dresden (≈ 108,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/messe-dresden/ #### Warum der Pegel so hoch stieg Christian Korndörfer beschreibt in seinem Text von 2021 einen überraschenden Befund: Die Durchflussmengen im August 2002 waren „nicht wesentlich höher“ als beim Hochwasser im September 1890, erzeugten aber deutlich höhere Wasserstände. Eine Ursache: Ablagerungen. Auf 350 Hektar im Stadtgebiet hatten sich laut Studien, die er zitiert, nach Elbehochwassern im Mittel 0,86 m Sediment abgelagert, zusammen rund 3 Millionen Kubikmeter – in den Vorländern und in den beiden Flutrinnen. Hinzu kam die Bebauung von Kaditz, Mickten und Übigau nach 1900, ohne dass eine 1904 geplante dritte Flutrinne gebaut wurde. Geholfen hat 2002 ein Sonderfall: Die tschechische Talsperre Orlik kappte 2002 den Moldauscheitel laut Bericht der Stadt um 800 m³/s – aber nur, weil der zulässige Höchststand im Becken nach einer Betriebsstörung um 1,57 m überschritten wurde. Die Stadt nennt das „eine große Ausnahme“, mit der man nicht rechnen kann. #### Was danach geändert wurde Nach 2002 bauten Freistaat und Stadt laut Bericht der Stadt zum Hochwasser 2013 unter anderem: - abflussverbessernde Maßnahmen: Rückbau der alten Eisenbahnbrücken in beiden Flutrinnen, eine neue, höhere Brücke der Sternstraße über die Flutrinne Kaditz, Verlagerung von Kleingärten aus dem Abflussbereich, Beseitigung von Ablagerungen am Königsufer, - Schutzmauern für Altstadt und Friedrichstadt mit mobilen Elementen und zwei Hochwasserschutztoren am Ostra-Ufer und in der Weißeritzstraße, - das Hochwasserpumpwerk Johannstadt und ein neues Grundwasser-Messsystem. Dazu kommt die neue Hochwasserschutzlinie an der Kaditzer Flutrinne. Mehr im Beitrag [Flutrinnen und Hochwasserschutz in Dresden](https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/flutrinnen-hochwasserschutz-dresden/). Wie sich diese Maßnahmen elf Jahre später bewährten, steht im Beitrag [Hochwasser 2013 in Dresden](https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/hochwasser-2013-dresden/). #### Die Karte von 2002 Die Stadt hat die 2002 tatsächlich überschwemmten Flächen rekonstruiert. Für die Elbe wertete sie laut Umweltatlas Luftbilder und Laserscandaten aus Befliegungen der Bundeswehr zum Pegelhöchststand aus. Für Weißeritz und Bäche halfen Vor-Ort-Begehungen, Anwohnerbefragungen und Vermessungen von Hochwassermarken. Die Karte ist im Themenstadtplan der Stadt abrufbar („Hochwasserereignis August 2002“). Den Rekordwert und die Plätze dahinter zeigt diese Tabelle: Die höchsten Wasserstände am Pegel Dresden (Landeshauptstadt Dresden: Umweltbericht 2013 – Bericht zum Junihochwasser (Ereignisanalyse), Tabelle 6.2.1): 1. 17.08.2002: 940 cm 2. 06.06.2013: 878 cm 3. 31.03.1845: 877 cm 4. März 1784: 857 cm 5. September 1890: 837 cm 6. Februar 1862: 824 cm 7. 24.02.1799: 824 cm 8. März 1830: 796 cm 9. März 1940: 788 cm 10. Februar 1876: 776 cm #### Häufige Fragen **Wie hoch war die Elbe 2002 in Dresden?** 940 cm am Pegel Dresden, erreicht am 17. August 2002 um 9 Uhr. Das ist bis heute der höchste gemessene Wasserstand an diesem Pegel. **Warum wurde 2002 die Altstadt überflutet?** Zuerst durch die Weißeritz: Sie trat in der Nacht vom 12. zum 13. August über die Ufer, nahm ihren historischen Verlauf wieder auf und überschwemmte Friedrichstadt und wesentliche Teile der Altstadt, auch den Hauptbahnhof. Einige Tage später kam die Elbe hinzu. **Warum stand Kaditz 2002 unter Wasser?** Laut Umweltatlas der Stadt wegen der ungenügenden Schutzwirkung der nördlichen Begrenzung der Kaditzer Flutrinne in Verbindung mit einem Dammbruch an der Washingtonstraße. Betroffen waren auch Mickten, Trachau und Übigau. **Wie viel Wasser floss 2002 durch Dresden?** Die Angaben unterscheiden sich: Die Umweltausstellung der Stadt nennt 4580 m³/s, ein von der Stadt veröffentlichter Text des früheren Umweltamtsleiters 4680 m³/s als Wert der Bundesanstalt für Gewässerkunde. #### Quellen - Landeshauptstadt Dresden – Umweltatlas, Karte 4.13.1: Hochwasser 2002 – tatsächlich überschwemmte Flächen (Juni 2005): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/ua_4_13_1_text.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Umweltausstellung: Historische Hochwasser der Elbe in Dresden, Überschwemmungsgebiete 1845 – 1890 – 2002 (Juli 2012): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/umweltausstellung/hochwassergefahren_UEG_1845bis2002.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Umweltbericht 2013: Bericht zum Junihochwasser in Dresden (Stand 04.03.2014): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/140304_Ereignisanalyse.pdf - Dr. Christian Korndörfer – Zur Bedeutung der Flutrinnen in Dresden für den Hochwasserschutz (Nachtrag, August 2021, veröffentlicht von der Stadt Dresden): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/HW_20210907_Korndoerfer_Nachtrag.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Umweltatlas, Karte 4.38: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Mai 2019): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/ua_4_38_text.pdf - PEGELONLINE – Pegel Dresden (Stammdaten, Kennwerte, Messwerte und Vorhersage): https://www.pegelonline.wsv.de/gast/stammdaten?pegelnr=501060 ### Hochwasser 2013 in Dresden: 8,78 m und die Lehren Adresse: https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/hochwasser-2013-dresden/ · Rubrik: Geschichte · Aktualisiert: 30.10.2026 Juni 2013: Alarmstufen, Katastrophenalarm, das Szenario 8,75 m, Sandsäcke an der Leipziger Straße und wo die Elbe trotz Schutz über die Ufer trat. Elf Jahre nach dem Rekordhochwasser stand Dresden im Juni 2013 wieder vor einer Elbe-Flut. Am 6. Juni erreichte der Pegel Dresden 878 cm – nur 1 cm mehr als 1845 und 62 cm unter dem Wert von 2002. Die Stadt hat das Ereignis in einem ausführlichen Bericht ausgewertet. Dieser Beitrag fasst ihn zusammen. (Aktueller Wasserstand und nächstes Hochwasser: https://www.dresden-hochwasser.de/) #### Regen auf nasse Böden Ab dem 31. Mai 2013 entwickelte sich in Mitteleuropa ein großräumiges Hochwasser. Ausschlaggebend war laut Bericht der Stadt die Kombination aus tagelangem Regen und extrem nassen Böden: Ende Mai wiesen laut Deutschem Wetterdienst rund 40 Prozent der Fläche Deutschlands Bodenfeuchten auf, die gegenüber dem Mittel der Jahre 1962 bis 2012 neue Extremwerte darstellten. In Dresden fiel im Mai 124,8 mm Regen, 192 Prozent des Mittels. In den 12 Tagen vor dem Scheitel summierten sich an der Station Dresden-Klotzsche 183 mm – fast so viel wie 2002 mit 189 mm. Anders als 2002 fiel der Regen aber gleichmäßig verteilt. Entscheidend war wieder die Moldau. Am Prager Pegel Chuchle lag der Scheitelabfluss am 4. Juni bei etwa 3210 m³/s, laut Bericht ein HQ20 bis HQ50. Die Moldaukaskade hatte vorab zusätzlichen Rückhalteraum geschaffen, konnte den Scheitel aber nur begrenzt kappen. #### Die Alarmstufen in Dresden Der Bericht der Stadt nennt für die Elbe diese Zeitpunkte: - **31.05.2013, 20:00 Uhr:** 4,00 m – Meldedienst - **01.06.2013, 24:00 Uhr:** 5,00 m – Kontrolldienst - **02.06.2013, 21:30 Uhr:** 6,00 m – Wachdienst - **03.06.2013, 20:30 Uhr:** 7,00 m – Hochwasserabwehr Der **Katastrophenalarm** wurde am 3. Juni 2013 um 11 Uhr ausgerufen, bei steigendem Wasserstand von 6,63 m. Er endete am 10. Juni um 18 Uhr. Laut Bericht rief das Umweltamt die Alarmstufen 2, 3 und 4 aufgrund eigener Einschätzung etwa einen Tag früher aus, als es nach den offiziellen Werten erfolgt wäre. Warum eine Alarmstufe erst mit der Ausrufung gilt, erklärt der Beitrag [Alarmstufen der Elbe in Dresden](https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/alarmstufen-elbe-dresden/). #### Das Szenario 8,75 m Die wichtigste Entscheidung war die Frage, auf welchen Scheitel sich die Stadt vorbereitet. Am 4. Juni erkannte das Umweltamt, dass die seit 2006 gültige Beziehung zwischen Wasserstand und Durchfluss am Pegel Dresden die Wirklichkeit nicht mehr korrekt abbildete. Es änderte seine Methode und empfahl dem Katastrophenschutzstab, Abwehr und Evakuierung auf einen Scheitel von **8,75 m** auszurichten. Öffentlich kursierten auch Hinweise, Dresden müsse mit 9,40 m oder mehr rechnen. Das ließ sich laut Bericht weder durch die Vorhersagen des Landeshochwasserzentrums noch durch die Rechnungen des Umweltamts bestätigen. Der Stab blieb bei 8,75 m. Ein Szenario mit 9,40 m hätte „die Aufgabe großer Stadtgebiete und Infrastruktureinrichtungen und die großflächige Evakuierung von Bürgerinnen und Bürgern und Krankenhäusern bedeutet“. Der Scheitel kam am 6. Juni 2013: zunächst mit 8,76 m gemeldet, später vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt auf **8,78 m** korrigiert. #### Wo die Elbe über die Ufer trat Die Bilanz fiel in der Stadt sehr unterschiedlich aus. Laut Bericht kam es dank der nach 2002 gebauten Schutzanlagen und vorbereiteten Abwehrmaßnahmen in der Innenstadt, der Friedrichstadt, in Pieschen (mit Ausnahme der Flächen zwischen Elbe und Leipziger Straße) und in Kaditz diesmal zu keinen Überschwemmungen. Das Stadtzentrum wurde vollständig geschützt. „Erneut schwer betroffen“ waren dagegen der Dresdner Osten mit Pillnitz, Hosterwitz, Zschieren, Laubegast und Loschwitz sowie der Westen mit Gohlis, Stetzsch und Cossebaude. Als Katastrophengebiet wurden die Ortsteile Zschieren, Kleinzschachwitz, Laubegast, Cossebaude, Gohlis und Stetzsch abgegrenzt – etwa 6 Prozent der Stadtfläche mit rund 51 600 Einwohnern. - Laubegaster Ufer (Laubegast): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 650 cm am Pegel Dresden (≈ 109,20 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/laubegaster-ufer/ - Zschieren (Zschieren): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 700 cm am Pegel Dresden (≈ 109,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/zschieren/ - Schloss und Park Pillnitz (Pillnitz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 750 cm am Pegel Dresden (≈ 110,20 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/schloss-pillnitz/ - Kleinzschachwitzer Ufer (Kleinzschachwitz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 750 cm am Pegel Dresden (≈ 110,20 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/kleinzschachwitzer-ufer/ **Laubegast** wird laut Bericht ab etwa 7,50 m am Pegel Dresden zur Insel. Der Sandsackverbau im Zentrum des Stadtteils entlang der Österreicher und der Donathstraße scheiterte, die Villacher Siedlung konnte dagegen weitgehend geschützt werden. In **Cossebaude** war der Sommerdeich nur für ein HQ10 ausgelegt; an einer Baustelle am Grünen Weg brach ein Deich. #### Sandsäcke an der Leipziger Straße Besonders in Erinnerung blieb die Leipziger Straße. Die Planungen sahen dort drei Verbaue von bis zu 0,8 m Höhe auf zusammen etwa 900 m vor. Gebaut wurde laut Bericht eine geschlossene Linie von 1,50 m Höhe auf 1,8 km Länge – organisiert über soziale Medien, mit geschätzt bis zu 1000 Helfern an einem Tag und rund 450 000 Sandsäcken. Die rechtselbischen Flächen südlich der Leipziger Straße, also zwischen Straße und Elbe, wurden von der Marienbrücke bis zum Pieschener Winkel laut Bericht komplett überschwemmt; die Wasserstände lagen dort deutlich höher als erwartet. - Leipziger Straße in Pieschen (Pieschen): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 850 cm am Pegel Dresden (≈ 111,20 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/leipziger-strasse/ Die Stadt würdigt das Engagement – und mahnt zugleich: Manche selbst organisierte Verbaue waren „fachlich nicht sinnvoll“ oder hätten Maßnahmen bei noch höheren Wasserständen behindert. Am Kaditzer Deich mussten Sandsäcke wieder abgenommen werden. #### Zahlen zum Hochwasser 2013 - **Evakuierungsempfehlungen:** für etwa 13 300 Menschen. In den Notunterkünften waren höchstens 86 Personen. - **Todesopfer:** in Dresden keine (bundesweit 8). - **Sandsäcke:** rund 1,6 Millionen, davon etwa 600 000 durch die Einsatzkräfte. - **Einsatzkräfte:** höchstens 695 gleichzeitig, am 7. Juni. - **Schäden an städtischer Infrastruktur:** fast 430 Schadensfälle mit geschätzt über 120 Millionen Euro. - **Abfluss:** Eine Messung der TU Dresden im Scheitel ergab etwa 3800 m³/s (3700 bis 3900). Ein früher BfG-Wert von 4350 m³/s galt der Stadt als zu hoch. Statistisch ordnet die Stadt das Ereignis als HQ50 ein. Die Flutschäden betrugen laut dem früheren Umweltamtsleiter Christian Korndörfer nur etwa ein Zehntel des Schadens von 2002. #### Die Lehren Der Bericht zieht drei Schlüsse für die Elbe: Die Beziehung zwischen Wasserstand und Abfluss am Pegel Dresden musste überprüft werden. Die Frage, wie häufig solche Hochwasser sind, stellte sich neu. Und die damaligen Modelle der Überschwemmungsflächen bildeten die Wirklichkeit nur zwischen Marienbrücke und Waldschlößchenbrücke richtig ab. Wie die heutigen Karten damit umgehen, steht im Beitrag [Überschwemmungskarten der Stadt Dresden](https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/ueberschwemmungskarten-dresden/). Die höchsten Wasserstände am Pegel Dresden (Landeshauptstadt Dresden: Umweltbericht 2013 – Bericht zum Junihochwasser (Ereignisanalyse), Tabelle 6.2.1): 1. 17.08.2002: 940 cm 2. 06.06.2013: 878 cm 3. 31.03.1845: 877 cm 4. März 1784: 857 cm 5. September 1890: 837 cm 6. Februar 1862: 824 cm 7. 24.02.1799: 824 cm 8. März 1830: 796 cm 9. März 1940: 788 cm 10. Februar 1876: 776 cm #### Häufige Fragen **Wie hoch war die Elbe 2013 in Dresden?** Am 6. Juni 2013 erreichte der Pegel Dresden 8,76 m; das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt korrigierte den Wert später auf 8,78 m. Es ist der zweithöchste Stand nach 2002 (9,40 m). **Wann war Katastrophenalarm in Dresden 2013?** Vom 3. Juni 2013, 11 Uhr (Pegel 6,63 m), bis zum 10. Juni 2013, 18 Uhr. **Welche Stadtteile waren 2013 betroffen?** Laut Bericht der Stadt vor allem der Osten mit Pillnitz, Hosterwitz, Zschieren, Laubegast und Loschwitz sowie der Westen mit Gohlis, Stetzsch und Cossebaude. Innenstadt, Friedrichstadt und Kaditz blieben dank der Schutzanlagen trocken. **Was war das Szenario 8,75 m?** Die Stadt richtete Abwehr und Evakuierung auf einen erwarteten Scheitel von 8,75 m aus, nicht auf die öffentlich genannten 9,40 m. Der tatsächliche Scheitel lag bei 8,78 m. #### Quellen - Landeshauptstadt Dresden – Umweltbericht 2013: Bericht zum Junihochwasser in Dresden (Stand 04.03.2014): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/140304_Ereignisanalyse.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Umweltatlas, Karte 4.38: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Mai 2019): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/ua_4_38_text.pdf - Dr. Christian Korndörfer – Zur Bedeutung der Flutrinnen in Dresden für den Hochwasserschutz (Nachtrag, August 2021, veröffentlicht von der Stadt Dresden): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/HW_20210907_Korndoerfer_Nachtrag.pdf - PEGELONLINE – Pegel Dresden (Stammdaten, Kennwerte, Messwerte und Vorhersage): https://www.pegelonline.wsv.de/gast/stammdaten?pegelnr=501060 ### Historische Hochwasser in Dresden: 1784 bis 2024 Adresse: https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/historische-hochwasser-dresden/ · Rubrik: Geschichte · Aktualisiert: 30.10.2026 Die zehn höchsten Elbhochwasser am Pegel Dresden, die Fluten von 1845 und 1890 und alle größeren Hochwasser seit 2000 – bis zum September 2024. Bis 2002 hielten viele die großen Elbhochwasser für Geschichte. Die Stadt Dresden schreibt, die Hochwasser von 1845 und 1890 seien „längst in Vergessenheit geraten“. Dabei zeigt der Blick in die Chronik: Hohe Wasserstände gab es in Dresden immer wieder, und im 18. und 19. Jahrhundert sogar häufiger als im 20. Dieser Beitrag stellt die größten vor. (Aktueller Wasserstand und nächstes Hochwasser: https://www.dresden-hochwasser.de/) #### Die zehn größten Elbhochwasser Die Stadt Dresden führt in ihrem Bericht zum Hochwasser 2013 die zehn größten Elbhochwasser am Pegel Dresden seit Beginn des 18. Jahrhunderts auf. Diese Website zeigt sie mit der Zahl der Orte, die nach den heutigen Modellschwellen in der potenziell überschwemmten Fläche lägen: Die höchsten Wasserstände am Pegel Dresden (Landeshauptstadt Dresden: Umweltbericht 2013 – Bericht zum Junihochwasser (Ereignisanalyse), Tabelle 6.2.1): 1. 17.08.2002: 940 cm 2. 06.06.2013: 878 cm 3. 31.03.1845: 877 cm 4. März 1784: 857 cm 5. September 1890: 837 cm 6. Februar 1862: 824 cm 7. 24.02.1799: 824 cm 8. März 1830: 796 cm 9. März 1940: 788 cm 10. Februar 1876: 776 cm Drei Dinge fallen auf: - **Zwei der drei höchsten Werte stammen aus diesem Jahrhundert:** 2002 und 2013. - **Die Jahreszeit:** Laut Stadt treten Elbhochwasser „eher im Übergang Winter – Frühjahr als im Sommer auf“. Sieben der zehn Ereignisse fielen in Februar oder März. - **Die Häufung früher:** Im 18. und 19. Jahrhundert gab es laut Stadt „wesentlich mehr mittlere und seltene Hochwasserereignisse als zuletzt im 20. Jahrhundert“. Eine Zunahme in diesem Jahrhundert würde der historischen Erfahrung also nicht widersprechen. Von den 19 Hochwassern mit mehr als 750 cm am Pegel Dresden wurden drei in den elf Jahren vor dem Bericht von 2014 beobachtet. Wichtig beim Vergleich: Topografie und Bebauung haben sich seit 1845 grundlegend geändert. Dasselbe Hochwasser würde sich laut Umweltatlas heute „an vielen Stellen“ ganz anders ausbreiten. #### März 1845: die „Sächsische Sintflut“ Die Umweltausstellung der Stadt beschreibt den Ablauf so: Im Februar 1845 gab es ergiebige Schneefälle und starken Frost, die Elbe war lange zugefroren. Starker Regen mit plötzlichem Tauwetter brach den Eispanzer im Oberen Elbtal ab dem 27. März auf. Am 28. März ab 7 Uhr früh setzte sich auch in Dresden das Eis in Bewegung. Eis, Holz, Boote, Schuppen und Hausrat drückten gegen die Augustusbrücke. Allein am 29. März stieg der Wasserstand um zwei Meter. Am Morgen des 30. März wurde der bis dahin höchste Wert vom 24. Februar 1799 mit 824 cm überschritten. Als sich Risse zeigten, wurde die Augustusbrücke geräumt. Am 31. März früh stürzte der Pfeiler mit dem vergoldeten Kruzifix in die Elbe, zwei Bögen gingen zu Bruch – die einzige Verbindung zwischen beiden Stadtteilen war unterbrochen. Als Ersatz diente eine Schiffsbrücke auf böhmischen Zillen. Für den 31. März 1845 wird der höchste Pegelstand mit **877 cm** angegeben. Das Hochwasser gilt laut Stadt als das stärkste je an der Elbe registrierte Winterhochwasser. #### September 1890: das große Sommerhochwasser Nach lang anhaltenden Niederschlägen im Südosten Mitteleuropas stieg die Elbe ab dem 3. September 1890 laut Umweltausstellung stündlich um fast zehn Zentimeter. Am 6. September stand an einigen Straßen das Wasser so hoch, dass Bewohner mit Kähnen aus dem ersten Obergeschoss gerettet werden mussten. Gegen 22 Uhr wurde der Scheitel erreicht: **837 cm**, der höchste Stand seit 1845 und das größte Sommerhochwasser des 19. Jahrhunderts. Berichtet wird unter anderem von Schäden an den Gewächshäusern des Palaisgartens. Städtische Beamte ließen Maßstriche über die Höhe des Wassers anbringen. Die Augustusbrücke war auch 1890 ein Problem. Ihre zu geringe Durchlassfähigkeit für die Schifffahrt und ihre hinderliche Wirkung bei Hochwasser führten laut Stadt dazu, dass sie bis 1910 mit weniger und größeren Bögen grundhaft erneuert wurde. #### Woher wir wissen, wie weit das Wasser 1845 und 1890 kam Die Überschwemmungsflächen beider Ereignisse hat das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung aus historischen Karten rekonstruiert, laut Umweltatlas (Karte 4.19) aus einer Karte des Elbstroms von 1850 bis 1855 und einer Karte, die vermutlich nach 1892 entstand. Die Stadt zeigt sie im Themenstadtplan. Nach diesen Karten lagen bei beiden Hochwassern Teile fast aller Orte dieser Website in der überschwemmten Fläche – auch die Leipziger Straße in Pieschen und Altübigau. - Leipziger Straße in Pieschen (Pieschen): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 850 cm am Pegel Dresden (≈ 111,20 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/leipziger-strasse/ - Altübigau (Übigau): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 850 cm am Pegel Dresden (≈ 111,20 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/altuebigau/ - Schloss und Park Pillnitz (Pillnitz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 750 cm am Pegel Dresden (≈ 110,20 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/schloss-pillnitz/ Wer die Höhen von damals sehen will: Die Stadt nennt Hochwassermarken an der Augustusbrücke, am Körnerweg und im Fliederhof von Schloss Pillnitz sowie die Hochwassersäule in Altkaditz. #### Weitere Hochwasser: 1829 und 1954 Der Bericht der Stadt zum Hochwasser 2013 erinnert an zwei Sommerereignisse. Am 28./29. Juni 1829 gab es nach „tagelangen häufigen Regengüssen in Böhmen und Sachsen“ ein Junihochwasser mit 753 cm. Am 12. Juli 1954 erreichte der Scheitel in Dresden 674 cm. Damals konnte die noch nicht fertige, leere Talsperre Slapy in Tschechien Scheitel und Fülle wesentlich dämpfen. Laut Umweltatlas entsprach 1954 in etwa einem HQ5 – und war damit das größte Elbehochwasser in der gesamten zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. #### Die Hochwasser seit 2000 Für die Zeit seit 2000 gibt es die Messwerte von PEGELONLINE. Nach den ungeprüften Rohdaten erreichte die Elbe in Dresden den Richtwert der Alarmstufe 2 (500 cm) bei 16 Hochwasserwellen. Die höchsten Scheitel: - **17.08.2002:** 940 cm – der Rekord, siehe [Hochwasser 2002](https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/hochwasser-2002-dresden/) - **06.06.2013:** 878 cm (korrigierter Wert), siehe [Hochwasser 2013](https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/hochwasser-2013-dresden/) - **04.04.2006:** 749 cm – das Frühjahrshochwasser, laut Umweltatlas etwa ein HQ10 - **17.01.2011:** 680 cm - **06.01.2003:** 669 cm - **18.09.2024:** 610 cm - **28.12.2023:** 597 cm #### September 2024 Das jüngste größere Hochwasser kam im September 2024. Ein Vb-artiges Tief brachte laut Landeshochwasserzentrum in Tschechien und Südpolen im Bergland teils deutlich über 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Der Pegel Dresden überschritt am Abend des 15. September den Richtwert der Alarmstufe 2 und am Morgen des 18. September den der Alarmstufe 3. Das LHWZ sprach von einem „sehr langgestreckten Hochwasserscheitel“. Nach den Rohdaten von PEGELONLINE erreichte die Elbe am späten Abend des 18. September 610 cm und blieb bis zum Vormittag des 19. September auf diesem Niveau; das LHWZ meldete am 19. September 609 cm. Unter 600 cm fiel sie laut Rohdaten am Abend des 19. September. Den Richtwert der Alarmstufe 4 erreichte die Elbe nicht. Nach der Karte der Stadt Dresden zu den tatsächlich überschwemmten Flächen lagen im September 2024 unter anderem Teile der Elbwiesen, der Flutrinne Kaditz, des Terrassenufers und des Messegeländes im Wasser. - Neustädter Elbwiesen am Königsufer (Innere Neustadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 400 cm am Pegel Dresden (≈ 106,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/neustaedter-elbwiesen/ - Flutrinne Kaditz (Kaditz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 400 cm am Pegel Dresden (≈ 106,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/flutrinne-kaditz/ - Messe Dresden (Friedrichstadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 600 cm am Pegel Dresden (≈ 108,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/messe-dresden/ Alle Wellen der letzten Jahre findest du im [Hochwasser-Archiv](https://www.dresden-hochwasser.de/archiv/). - Aufzeichnung dieser Website am Pegel Dresden seit 01.01.2000 (höchster und niedrigster Wert je Tag). - Zuletzt über Alarmstufe 1 (Richtwert) (400 cm): 22.09.2024 mit 450 cm (107,20 m NHN). - Höchster Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnung: 17.08.2002, 06:45 Uhr mit 940 cm (112,10 m NHN). - Zuletzt mindestens ein Ort über seiner Schwelle: 22.09.2024 (2 Orte). #### Häufige Fragen **Was war das höchste Hochwasser in Dresden?** Am 17. August 2002 mit 940 cm am Pegel Dresden. Danach folgen laut Stadt Juni 2013 (878 cm), März 1845 (877 cm), März 1784 (857 cm) und September 1890 (837 cm). **Wie hoch war das Hochwasser 1845 in Dresden?** Für den 31. März 1845 wird ein Pegelstand von 877 cm angegeben. Eisgang und Treibgut zerstörten einen Pfeiler und zwei Bögen der Augustusbrücke. **Wie hoch war die Elbe im September 2024 in Dresden?** Nach den Rohdaten von PEGELONLINE 610 cm in der Nacht vom 18. auf den 19. September 2024; das Landeshochwasserzentrum meldete am 19. September 609 cm. Der Richtwert der Alarmstufe 3 (600 cm) wurde überschritten, der der Alarmstufe 4 (700 cm) nicht. **Wann gibt es in Dresden meistens Hochwasser?** Laut Stadt Dresden eher im Übergang von Winter zu Frühjahr als im Sommer. Sieben der zehn höchsten Elbhochwasser am Pegel Dresden fielen in Februar oder März. #### Quellen - Landeshauptstadt Dresden – Umweltbericht 2013: Bericht zum Junihochwasser in Dresden (Stand 04.03.2014): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/140304_Ereignisanalyse.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Umweltausstellung: Historische Hochwasser der Elbe in Dresden, Überschwemmungsgebiete 1845 – 1890 – 2002 (Juli 2012): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/umweltausstellung/hochwassergefahren_UEG_1845bis2002.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Umweltatlas, Karte 4.19: Historische Elbehochwasser 1845 und 1890 (Oktober 2012): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/ua_4_19_text.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Umweltatlas, Karte 4.38: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Mai 2019): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/ua_4_38_text.pdf - PEGELONLINE – Pegel Dresden (Stammdaten, Kennwerte, Messwerte und Vorhersage): https://www.pegelonline.wsv.de/gast/stammdaten?pegelnr=501060 - LfULG/Landeshochwasserzentrum – Hochwasserscheitel an der Elbe in Dresden am Mittwoch in Alarmstufe 3 erwartet (16.09.2024): https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1079735 - LfULG/Landeshochwasserzentrum – Elbe in Dresden in Alarmstufe 3 (18.09.2024): https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1079823 - LfULG/Landeshochwasserzentrum – Hochwasserscheitel der Elbe in Dresden angekommen (19.09.2024): https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1079852 ### Flutrinnen und Hochwasserschutz in Dresden Adresse: https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/flutrinnen-hochwasserschutz-dresden/ · Rubrik: Sicherheit · Aktualisiert: 30.10.2026 Flutrinne Kaditz, Großes Ostragehege, Altelbarm: wie Dresden der Elbe Platz gibt, was nach 2002 gebaut wurde und wo der Schutz an Grenzen stößt. Dresden schützt sich vor der Elbe nicht in erster Linie mit Mauern, sondern mit Platz. Weite Wiesen, ein alter Elbarm und zwei künstliche Flutrinnen nehmen bei Hochwasser Wasser auf und leiten es an der Stadt vorbei. Ergänzt wird das seit 2002 durch Mauern, Tore und Deiche an einzelnen Stellen. Dieser Beitrag erklärt das System nach den Unterlagen der Stadt. (Aktueller Wasserstand und nächstes Hochwasser: https://www.dresden-hochwasser.de/) #### Das Prinzip: der Elbe Platz geben Der frühere Leiter des Umweltamts, Christian Korndörfer, beschreibt das Dresdner System so: Oberhalb des Stadtzentrums nehmen weite Auen und trocken gefallene Altelbarme eine Flutwelle aus Tschechien auf und lassen sie breit laufen. Unterhalb sorgen zwei Flutrinnen dafür, dass der Fluss mehr Querschnitt hat und das Wasser schnell abfließt. Die Stadt Dresden beschreibt, was dabei passiert: Bei Hochwasser der Elbe werden „ab bestimmten Wasserständen die Flutrinnen Großes Ostragehege und Kaditz sowie der Altelbarm zwischen Zschieren und Tolkewitz zunächst eingestaut und dann durchströmt“. - Flutrinne Kaditz (Kaditz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 400 cm am Pegel Dresden (≈ 106,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/flutrinne-kaditz/ - Messe Dresden (Friedrichstadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 600 cm am Pegel Dresden (≈ 108,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/messe-dresden/ - Zschieren (Zschieren): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 700 cm am Pegel Dresden (≈ 109,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/zschieren/ #### Die Flutrinne Großes Ostragehege Laut Umweltausstellung der Stadt entstand die Flutrinne im Großen Ostragehege zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Zuge des Baus des Alberthafens und der Aufschüttung der Schlachthofinsel. Vorher stand im Ostragehege eine viel größere Überflutungsfläche zur Verfügung, wie Karten des Hochwassers von 1845 zeigen. Die verbliebene Fläche wurde so profiliert, dass das Wasser bei Hochwasser schneller aus dem Stadtzentrum abfließt. Heute liegen in und an der Flutrinne die Messe Dresden und der Sportpark Ostragehege. Nach 2002 wurde die zerstörte Eissporthalle beseitigt und an einem hochwasserfreien Standort neu gebaut. Die Sportanlagen wurden so umgestaltet, dass weniger feste Einbauten im Weg stehen und Hindernisse wie Zäune quer zur Strömung bei Hochwasser entfernt werden können. Wie wichtig das ist, zeigte 2013: Zäune, die nicht abgebaut worden waren, wurden laut Bericht der Stadt durch Querströmungen stark beschädigt, ebenso Kunstrasenplätze. #### Die Flutrinne Kaditz Die Flutrinne Kaditz hatte laut Stadt vor allem einen anderen Zweck: Mit den Eingemeindungen von 1903 sollte im Bereich der früheren Dörfer Kaditz, Übigau und Mickten hochwasserfreies Bauland entstehen. Gebaut wurde die Rinne von 1918 bis 1921 und von 1925 bis 1929 verbreitert. Ihre Hochufer, teils aus dem Aushub aufgeschüttet, hielten das anliegende Land bis August 2002 trocken. 2002 reichte das nicht mehr. Laut Umweltatlas kam es in Kaditz, Mickten, Trachau und Übigau zu großflächigen Überschwemmungen, wegen der ungenügenden Schutzwirkung der nördlichen Begrenzung der Kaditzer Flutrinne und eines Dammbruchs an der Washingtonstraße. Seit August 2010 baute die Landestalsperrenverwaltung Sachsen deshalb eine neue Hochwasserschutzlinie zwischen Leipziger Straße und Altkaditz. Laut Landestalsperrenverwaltung (Stand März 2013) ist sie etwa vier Kilometer lang, soll Pieschen, Trachau, Mickten und Altkaditz vor einem Hochwasser schützen, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommen kann, und kostet rund zwölf Millionen Euro. Für den Abschnitt am Ballhaus Watzke beschrieb die Landestalsperrenverwaltung 2011 eine etwa 900 m lange Mauer mit 1,10 m sichtbarer Höhe, die bei drohendem Hochwasser mit mobilen Elementen auf etwa 1,80 bis 2,00 m erhöht wird. Im Modell der Stadt von 2017 ist die Schutzlinie nördlich der Flutrinne Kaditz enthalten. - Altkaditz (Kaditz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 1000 cm am Pegel Dresden (≈ 112,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/altkaditz/ - Altübigau (Übigau): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 850 cm am Pegel Dresden (≈ 111,20 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/altuebigau/ #### Was nach 2002 verbessert wurde Nach 2002 folgte die Stadt laut Umweltausstellung dem Grundsatz, „dem Fluss wieder mehr Raum“ zu geben. Der Bericht der Stadt zum Hochwasser 2013 zählt auf: - **Abfluss verbessern:** die alten Eisenbahnbrücken in beiden Flutrinnen zurückgebaut, die Brücke der Sternstraße über die Flutrinne Kaditz neu und höher gebaut, große Teile der Kleingärten im Ostragehege östlich der Pieschener Allee verlagert, Ablagerungen am Königsufer zwischen Albert- und Marienbrücke beseitigt, Acker in der Flutrinne Ostragehege in Dauergrünland umgewandelt. - **Altstadt und Friedrichstadt schützen:** Festungsmauern ertüchtigt, neue Mauern mit mobilen Elementen, zwei Hochwasserschutztore am Ostra-Ufer und in der Weißeritzstraße. - **Abwasser und Grundwasser:** das Hochwasserpumpwerk Johannstadt, die Sanierung des Altstädter Abfangkanals und ein neues Online-System zur Grundwasserbeobachtung. Besonders sichtbar sind laut Stadt die Hochwasserschutzmauern entlang des Sächsischen Landtags und des Kongresszentrums. Die Wirkung der Beräumung lässt sich beziffern: Für die Beseitigung der Ablagerungen und weiterer Hindernisse ergab die Modellierung laut Korndörfer eine Senkung des Scheitels um etwa 50 cm im Innenstadtbereich. #### Wie gut hat das funktioniert? Korndörfer schreibt, das Dresdner System aus Auen, Altelbarmen, zwei Flutrinnen und einem Polder sei für 817 cm am Pegel Dresden ausgelegt gewesen und habe 2002 bis etwa 870 cm funktioniert. Darüber kam es zu großflächigen Ausuferungen, Quer- und Parallelströmungen und Deichbrüchen. 2013 zeigte sich der Fortschritt. Laut Bericht der Stadt wurde das Stadtzentrum bei 878 cm „vollständig geschützt“, auch Friedrichstadt, Pieschen (bis auf die Flächen zwischen Elbe und Leipziger Straße) und Kaditz blieben trocken. Die Kläranlage Kaditz konnte mit zusätzlichen Abwehrelementen der Stadtentwässerung gehalten werden; der bestehende Deich allein hätte nicht gereicht. #### Wo der Schutz an Grenzen stößt Nicht alle Stadtteile lassen sich schützen. Der Bericht der Stadt von 2014 hält fest, dass weite Teile des Dresdner Ostens, etwa Zschieren und Meußlitz/Kleinzschachwitz, „auch langfristig nicht mit angemessenen Mitteln baulich-technisch geschützt werden“ können. Für Laubegast wurde damals ein Schutz geplant; der Stadtteil wird laut Bericht ab etwa 7,50 m am Pegel Dresden zur Insel. Die Stadt nannte als weitere Ziele die Verlagerung von Kleingärten aus dem Altelbarm und höher gelegte Zufahrtsstraßen. - Laubegaster Ufer (Laubegast): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 650 cm am Pegel Dresden (≈ 109,20 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/laubegaster-ufer/ - Kleinzschachwitzer Ufer (Kleinzschachwitz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 750 cm am Pegel Dresden (≈ 110,20 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/kleinzschachwitzer-ufer/ Dazu kommt, was keine Mauer verhindert: steigendes Grundwasser. Laut Bericht stieg es 2013 parallel zur Elbe; am 4. Juni zeigten bereits 90 Prozent der städtischen Messstellen steigende oder stark steigende Werte. Was das für Keller bedeutet, steht im Beitrag [Verhalten bei Hochwasser in Dresden](https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/verhalten-bei-hochwasser-dresden/). > **Wichtig für die Karten:** Das Modell der Stadt rechnet mit den festen Schutzanlagen, die 2017 vorhanden waren, aber ohne operative Abwehr wie Sandsäcke. Ein Dammbruch wie 2002 ist darin nicht enthalten. Mehr im Beitrag [Überschwemmungskarten der Stadt Dresden](https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/ueberschwemmungskarten-dresden/). #### Häufige Fragen **Welche Flutrinnen hat Dresden?** Zwei: die Flutrinne im Großen Ostragehege, entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts beim Bau des Alberthafens, und die Flutrinne Kaditz, gebaut 1918 bis 1921 und 1925 bis 1929 verbreitert. Dazu kommt im Osten der Altelbarm zwischen Zschieren und Tolkewitz. **Wann wird die Flutrinne Kaditz geflutet?** Laut Stadt Dresden werden die Flutrinnen ab bestimmten Wasserständen zunächst eingestaut und dann durchströmt. Nach dem Modell der Stadt liegen erste Teile der Flutrinne Kaditz ab 400 cm am Pegel Dresden in der potenziell überschwemmten Fläche, große Teile ab 550 cm. **Ist Dresden vor Hochwasser geschützt?** Teilweise. 2013 blieben Stadtzentrum, Friedrichstadt und Kaditz bei 878 cm trocken. Teile des Ostens wie Zschieren und Kleinzschachwitz können laut Stadt auch langfristig nicht mit angemessenen Mitteln baulich geschützt werden. **Was schützt die Hochwasserschutzlinie Kaditz?** Laut Landestalsperrenverwaltung die Stadtteile Pieschen, Trachau, Mickten und Altkaditz vor einem Hochwasser, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommen kann. Die Linie ist etwa vier Kilometer lang. #### Quellen - Landeshauptstadt Dresden – Pegelstände und Alarmstufen: https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/messwerte-online/Pegelstaende_und_Alarmstufen.php - Landeshauptstadt Dresden – Umweltausstellung: Hochwasserschutzlinie Pieschen bis Kaditz, Flutrinne Kaditz und Flutrinne Großes Ostragehege (Juli 2012): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/umweltausstellung/hochwassergefahren_Deiche.pdf - Dr. Christian Korndörfer – Zur Bedeutung der Flutrinnen in Dresden für den Hochwasserschutz (Nachtrag, August 2021, veröffentlicht von der Stadt Dresden): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/HW_20210907_Korndoerfer_Nachtrag.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Umweltbericht 2013: Bericht zum Junihochwasser in Dresden (Stand 04.03.2014): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/140304_Ereignisanalyse.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Ausstellung „Dresden – 10 Jahre nach der Flut“ (Faltblatt, August 2012): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/FlutFlyer.pdf - Landestalsperrenverwaltung Sachsen – Neuer Hochwasserschutz für Elbanwohner von Kaditz bis Pieschen (Medieninformation, 20.04.2011): https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/159684 - Landestalsperrenverwaltung Sachsen – Informationen zur neuen Hochwasserschutzlinie Kaditz (Medieninformation, 20.03.2013): https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/183230 - Landeshauptstadt Dresden – Umweltatlas, Karte 4.38: Elbe – potentiell überschwemmte Flächen (Mai 2019): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/ua_4_38_text.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Umweltatlas, Karte 4.13.1: Hochwasser 2002 – tatsächlich überschwemmte Flächen (Juni 2005): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/ua_4_13_1_text.pdf ### Verhalten bei Hochwasser in Dresden: vorher, während, danach Adresse: https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/verhalten-bei-hochwasser-dresden/ · Rubrik: Sicherheit · Aktualisiert: 30.10.2026 Warnungen, Telefonnummern, Keller, Auto, Heizung, Sandsäcke: was die Stadt Dresden bei Elbhochwasser rät – und was 2013 gelehrt hat. Elbhochwasser kündigen sich in Dresden meist Tage vorher an. Diese Zeit ist wertvoll – wenn du weißt, was zu tun ist. Dieser Beitrag fasst die Bürgerinformation „Starkregen und Hochwasser“ der Stadt Dresden (Stand Januar 2026) zusammen und ergänzt sie um Erfahrungen aus dem Hochwasser 2013. (Aktueller Wasserstand und nächstes Hochwasser: https://www.dresden-hochwasser.de/) #### Vorher: Wissen, ob du betroffen sein kannst Jeder, der von Hochwasser betroffen sein kann, ist laut Bürgerinformation „im Rahmen seiner Möglichkeiten und des Zumutbaren verpflichtet, eigene Vorsorgemaßnahmen zum Schutz und zur Schadensminimierung zu treffen“. Dieses Prinzip der Eigenvorsorge steht im Wasserhaushaltsgesetz (§ 5 Abs. 2). Der erste Schritt: herausfinden, ab welchem Pegel deine Adresse betroffen sein kann. Das geht im Themenstadtplan der Stadt mit den potenziell überschwemmten Flächen für 4,00 bis 10,50 m. Wie das funktioniert und wo die Grenzen liegen, steht im Beitrag [Überschwemmungskarten der Stadt Dresden](https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/ueberschwemmungskarten-dresden/). Für die Orte auf dieser Website haben wir die Schwellen bereits ausgewertet: Die 8 Orte mit den niedrigsten Schwellen (Schwellen aus geprüften Quellen, je Ort angegeben): - Flutrinne Kaditz (Kaditz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 400 cm am Pegel Dresden (≈ 106,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/flutrinne-kaditz/ - Neustädter Elbwiesen am Königsufer (Innere Neustadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 400 cm am Pegel Dresden (≈ 106,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/neustaedter-elbwiesen/ - Terrassenufer (Altstadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 500 cm am Pegel Dresden (≈ 107,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/terrassenufer/ - Fährgarten Johannstadt (Johannstadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 550 cm am Pegel Dresden (≈ 108,20 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/faehrgarten-johannstadt/ - Messe Dresden (Friedrichstadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 600 cm am Pegel Dresden (≈ 108,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/messe-dresden/ - Schillergarten am Blauen Wunder (Blasewitz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 600 cm am Pegel Dresden (≈ 108,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/schillergarten-blasewitz/ - Heinz-Steyer-Stadion (Friedrichstadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 650 cm am Pegel Dresden (≈ 109,20 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/heinz-steyer-stadion/ - Laubegaster Ufer (Laubegast): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 650 cm am Pegel Dresden (≈ 109,20 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/laubegaster-ufer/ Wenn du erst kürzlich in ein gefährdetes Gebiet gezogen bist, rät die Stadt: Lass dich von alteingesessenen Nachbarn beraten und nutze ihre Erfahrung. #### Die Grundausrüstung Feuerwehr und Hilfsorganisationen brauchen ihre Ausrüstung selbst und können sie nicht verleihen. Die Stadt empfiehlt deshalb eine eigene Grundausrüstung: - ein netzunabhängiges Radio mit frischen Batterien, - Licht: Kerzen, Taschenlampe mit Batterien, Streichhölzer, - eine stromunabhängige Kochstelle, etwa einen Campinggaskocher, - Notproviant und Trinkwasser, - Wärme: Wolldecken, Wärmflaschen, - Hausapotheke und Medikamente, - Hygiene ohne Abwasser: Waschschüssel, Toiletteneimer mit Deckel oder Campingtoilette, - Gummistiefel und Wathosen. #### Während: Informiert bleiben Sobald Hochwasseralarm ausgerufen ist, hat sich laut Umweltatlas jeder „selbständig über die weitere Entwicklung zu informieren“. Die Bürgerinformation nennt dafür: - **Hochwasserwarnungen des Landeshochwasserzentrums:** (0351) 79 99 41 00 und im Internet unter hochwasserzentrum.sachsen.de - **Pegelmesswertansage des LHWZ:** (0351) 79 99 44 00, dann „0“ und 501060 für den Pegel Dresden - **Pegel Dresden der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung:** (0351) 19429 - **Videotext im MDR-Fernsehen** ab Seite 530 - **Ansagedienst des Rathauses:** (0351) 4 88 11 99 - **Bürgertelefon des Rathauses:** (0351) 4 88 76 66 – wird in Notfällen geschaltet, achte auf Hinweise in den Medien - **Apps:** die Warn-App NINA des Bundes, „Warnwetter“ des Deutschen Wetterdienstes und „Meine Pegel“ Bei akuter Gefahr kann die Stadt außerdem die **Sirenen** auslösen. Achte dann auf Signaltöne und Durchsagen. Bei besonderer Gefahr gilt der Notruf **112**. > **Diese Website ist kein Warnsystem.** Wir bereiten Messwerte, Vorhersage und Karten auf. Verbindlich sind die Warnungen des Landeshochwasserzentrums und die Anweisungen der Stadt Dresden. #### Während: Keller, Auto, Heizung Die wichtigsten Punkte aus der Bürgerinformation: **Keller und Tiefgaragen meiden.** Bei Hochwasser rät die Stadt, Keller, Untergeschosse, Tiefgaragen und Fahrstühle zu meiden und rechtzeitig zu verlassen. Höhere Wasserstände lassen das Grundwasser steigen – deshalb sind auch tief liegende Räume weiter weg vom Fluss gefährdet. Wassereinläufe verschließen, Rückstauklappen prüfen, Keller früh genug räumen. **Auto umparken.** Bei Elbhochwasser mit genügender Vorwarnzeit sollen Fahrzeuge aus überflutungsgefährdeten Gebieten entfernt werden. **Strom und Heizung.** Strom in überfluteten Räumen abschalten. Brenner und Thermen rechtzeitig abschalten, bei Gasheizungen die Gasventile schließen. **Öltanks sichern.** Tanks und Leitungen fachgerecht gegen Auftrieb sichern; im Notfall die Tanks fluten. Altöl, Chemikalien, Farben und Reinigungsmittel aus gefährdeten Räumen entfernen. **Kranke und Pflegebedürftige.** Rechtzeitig dafür sorgen, dass sie möglichst bei Verwandten oder Freunden unterkommen. #### Während: Abstand vom Wasser Die Stadt bittet, Kinder vor den Gefahren zu warnen und ihnen den Aufenthalt am Ufer und in überschwemmten Gebieten zu untersagen. Deiche zu betreten oder zu befahren ist verboten, ebenso das Beklettern mobiler Schutzwände. Schutzzonen und Absperrungen müssen respektiert werden, „ansonsten besteht Lebensgefahr“. - Neustädter Elbwiesen am Königsufer (Innere Neustadt): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 400 cm am Pegel Dresden (≈ 106,70 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/neustaedter-elbwiesen/ - Laubegaster Ufer (Laubegast): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 650 cm am Pegel Dresden (≈ 109,20 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/laubegaster-ufer/ - Kleinzschachwitzer Ufer (Kleinzschachwitz): Potenziell überschwemmt (Modell) ab 750 cm am Pegel Dresden (≈ 110,20 m NHN) – https://www.dresden-hochwasser.de/orte/kleinzschachwitzer-ufer/ #### Sandsäcke: mit Maß 2013 haben Tausende Dresdner Sandsäcke geschleppt. Laut Bericht der Stadt kamen von rund 1,6 Millionen verbauten Sandsäcken etwa eine Million aus privater Vorsorge und selbst organisierter Hilfe. An der Leipziger Straße entstand so ein durchgehender Wall. Die Stadt zieht aber auch eine nüchterne Bilanz: Manche Verbaue waren „fachlich nicht sinnvoll“ oder hätten Maßnahmen bei noch höheren Wasserständen behindert; am Kaditzer Deich mussten Sandsäcke wieder abgenommen werden. Sie fordert deshalb, Informationen zum „Maß sinnvoller Verbauungen“ schnell zu verbreiten. > **Praktisch heißt das:** Folge beim Verbau den Hinweisen der Stadt und der Einsatzkräfte. Eine große Unterstützung waren 2013 laut Stadt die Helfer beim Befüllen der Sandsäcke, etwa am Sandsackabfüllplatz Lockwitz. Bemerkenswert ist auch eine andere Zahl: Für etwa 13 300 Menschen gab es 2013 Evakuierungsempfehlungen, in den Notunterkünften waren aber höchstens 86 Personen. Die meisten kamen bei Familie und Freunden unter. Es lohnt sich, das vorher abzusprechen. #### Danach: Aufräumen ohne neue Schäden - **Erst abpumpen, wenn das Wasser weg ist.** Überflutete Räume erst leer pumpen, wenn das Hochwasser abgeflossen und der Grundwasserspiegel ausreichend gesunken ist – sonst drohen Schäden am Bauwerk. - **Statik prüfen lassen**, vor allem bei beschädigter Bausubstanz. - **Gründlich trocknen**, um Bauschäden und Schimmel zu vermeiden. Bodenbeläge und Verkleidungen zur Kontrolle öffnen. - **Elektrische Geräte** erst nach Prüfung durch Fachleute wieder einschalten, Heizöltanks prüfen lassen. - **Verunreinigte Möbel und Lebensmittel** entsorgen. Schäden an Gewässern und Anlagen nimmt das Umweltamt unter (0351) 4 88 62 11 entgegen. Wenn du für deinen Ort früh Bescheid wissen willst, kannst du dich [benachrichtigen lassen](https://www.dresden-hochwasser.de/benachrichtigung/). #### Häufige Fragen **Wo bekomme ich in Dresden Hochwasserwarnungen?** Beim Landeshochwasserzentrum Sachsen unter (0351) 79 99 41 00 und hochwasserzentrum.sachsen.de, über die Warn-App NINA, den MDR-Videotext ab Seite 530 und den Ansagedienst des Rathauses unter (0351) 4 88 11 99. Bei akuter Gefahr kann die Stadt Sirenen auslösen. **Muss ich bei Elbhochwasser den Keller räumen?** Die Stadt rät, Keller und tiefliegende Räume früh genug zu räumen und bei Hochwasser zu meiden. Weil das Grundwasser mit der Elbe steigt, sind auch Gebäude weiter weg vom Fluss gefährdet. **Wann darf ich nach einem Hochwasser den Keller abpumpen?** Laut Stadt erst, wenn das Hochwasser abgeflossen und der Grundwasserspiegel ausreichend gesunken ist. Sonst können Schäden am Bauwerk entstehen. **Darf ich bei Hochwasser auf den Deich?** Nein. Laut Stadt Dresden ist das Betreten oder Befahren der Deiche verboten, ebenso das Beklettern mobiler Schutzwände. Absperrungen müssen respektiert werden. #### Quellen - Landeshauptstadt Dresden – Starkregen und Hochwasser, Bürgerinformation (21. Auflage, Januar 2026): https://www.dresden.de/media/pdf/infoblaetter/hochwasser_merkblatt.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Umweltatlas, Karte 4.18: Elbe-Alarmstufen 1 bis 4 (Mai 2019): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/ua_4_18_text.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Pegelstände und Alarmstufen: https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/messwerte-online/Pegelstaende_und_Alarmstufen.php - Landeshauptstadt Dresden – Umweltbericht 2013: Bericht zum Junihochwasser in Dresden (Stand 04.03.2014): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/140304_Ereignisanalyse.pdf - Landeshauptstadt Dresden – Gefahren durch Flüsse und Bäche: https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/hochwasser/stadtgebiete/Gefahren_durch_Fluesse.php ### Niedrigwasser der Elbe in Dresden: Pegel 2018 und 2026 Adresse: https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/niedrigwasser-elbe-dresden/ · Rubrik: Grundlagen · Aktualisiert: 30.10.2026 Wie tief die Elbe in Dresden fallen kann: Kennwerte von PEGELONLINE, die Tiefststände 2018 und 2026 und warum Talsperren in Tschechien helfen. Hochwasser bestimmt das Bild der Elbe in Dresden, doch der Fluss kennt auch das andere Extrem. In trockenen Sommern liegen Sandbänke frei, und der Pegel an der Augustusbrücke zeigt Werte, die weit unter dem Mittel liegen. Dieser Beitrag ordnet die Zahlen ein. (Aktueller Wasserstand und nächstes Hochwasser: https://www.dresden-hochwasser.de/) #### Was ist niedrig in Dresden? PEGELONLINE führt für den Pegel Dresden drei Kennwerte, mit denen sich Niedrigwasser einordnen lässt: - **MW 156 cm** – das Mittel aller Tageswerte der Jahre 2010 bis 2020. - **MNW 67 cm** – das Mittel der jährlichen Niedrigwasserstände im selben Zeitraum. - **NNW 21 cm** – der niedrigste je gemessene Wasserstand, erreicht am 12.08.1947 und am 15.08.1952. Fällt die Elbe unter 67 cm, ist sie also niedriger als an einem durchschnittlichen Tiefpunkt eines Jahres. Am 29.10.2026 zum Beispiel stand sie um 17:15 Uhr bei 69 cm, der Abfluss lag bei 103 m³/s. Die Vorhersage des WSA Elbe vom selben Morgen ließ den Pegel bis zum 31.10.2026 auf 60 cm sinken. Zur Einordnung: Der Pegel misst nicht die Wassertiefe, sondern den Abstand der Wasseroberfläche zum Pegelnullpunkt (102,70 m NHN). Ein Wert von 60 cm heißt nicht, dass die Elbe nur 60 cm tief ist. Mehr dazu im Beitrag [Pegel Dresden: Messung, Kennwerte und Vorhersage](https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/pegel-dresden/). #### Die niedrigsten Werte seit 2000 Nach den ungeprüften Rohdaten von PEGELONLINE lag der tiefste Wert seit Beginn der Reihe im Jahr 2000 bei **42 cm**. Er wurde zweimal erreicht: - **23. und 24. August 2018** - **14. bis 17. August 2026** Auch in anderen Jahren fiel die Elbe deutlich unter das MNW. Die Jahrestiefstwerte nach den Rohdaten: 50 cm (2015), 49 cm (2019), 52 cm (2022), 49 cm (2023) und 47 cm (2025). Nur in wenigen Jahren seit 2000 blieb der Tiefstwert über 80 cm. > **Hinweis zu den Zahlen:** Die Werte stammen aus den Rohdaten, die der Bund ungeprüft veröffentlicht. Geprüfte Werte können um einige Zentimeter abweichen. Der amtliche Tiefstwert bleibt das NNW von 21 cm. #### 2026: ein Jahr mit wenig Wasser Die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) gibt in trockenen Phasen eigene Niedrigwasserberichte heraus. Im Bericht vom 09.07.2026 schreibt sie, die Elbe sei „schon seit längerem und in besonders intensiver Weise“ von Niedrigwasser betroffen. Für den Elbepegel Dresden zeigt der Bericht: Die Wasserführung bewegte sich seit April 2026 am unteren Rand des 20-Prozent-Quantils, teils wurden sogar Abflüsse unter dem bisher niedrigsten Wert für das jeweilige Datum registriert. Die kumulierte Niederschlagssumme für Mitteleuropa lag laut BfG zu diesem Zeitpunkt zwischen den Werten der Niedrigwasserjahre 2022 und 2003, nur knapp über dem Minimum der Jahre 1993 bis 2022. Im August erreichte der Pegel Dresden dann laut Rohdaten die 42 cm. #### Warum Tschechien hilft Dass die Elbe in Dresden nicht noch tiefer fiel, liegt laut BfG an der Moldau. Im zeitigen Frühjahr 2026 war es gelungen, die große tschechische Talsperre Orlik aufzufüllen. Seit April gab die Moldau-Kaskade, deren größtes Becken Orlik ist, kontinuierlich mehr Wasser ab. Davon profitierte die deutsche obere Elbe – „ohne die Zuschüsse gäbe es hier eine noch geringere Wasserführung“, schreibt die BfG. Flussabwärts lässt diese Wirkung nach. Dieselben Talsperren spielen auch bei Hochwasser eine Rolle. Im tschechischen Einzugsgebiet der Elbe wurden laut Stadt Dresden seit den 1950er-Jahren Talsperren mit mehr als 2 Milliarden m³ Volumen gebaut. Bei Hochwasser können sie den Scheitel beeinflussen, aber die Fülle einer großen Welle laut Stadt „naturgemäß“ nicht wesentlich reduzieren. Mehr dazu im Beitrag [Hochwasser 2013 in Dresden](https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/hochwasser-2013-dresden/). #### Zwischen 21 und 940 Zentimetern Zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Wert am Pegel Dresden liegen mehr als neun Meter: 21 cm in den Sommern 1947 und 1952, 940 cm im August 2002. Auch in kurzer Zeit kann sich die Lage drehen. Im September 2024 stieg die Elbe nach den Rohdaten von 65 cm am 8. September auf 610 cm zehn Tage später. Und 2026 lag der Höchststand im Februar bei 324 cm, im August dann bei 42 cm. #### Wo du Niedrigwasser verfolgen kannst Den aktuellen Wert und die Vorhersage für die nächsten zwei Tage zeigt diese Website auf der [Pegelseite](https://www.dresden-hochwasser.de/pegel/). Für längere Zeiträume bietet die BfG eine 6-Wochen-Vorhersage für Rhein und Elbe im Wasserstraßen-Informationsservice ELWIS an. Was Vorhersage und Abschätzung unterscheidet, erklärt der Beitrag [Pegel Dresden](https://www.dresden-hochwasser.de/ratgeber/pegel-dresden/). Den Verlauf der letzten Monate findest du im [Archiv](https://www.dresden-hochwasser.de/archiv/). - Aufzeichnung dieser Website am Pegel Dresden seit 01.01.2000 (höchster und niedrigster Wert je Tag). - Zuletzt über Alarmstufe 1 (Richtwert) (400 cm): 22.09.2024 mit 450 cm (107,20 m NHN). - Höchster Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnung: 17.08.2002, 06:45 Uhr mit 940 cm (112,10 m NHN). - Zuletzt mindestens ein Ort über seiner Schwelle: 22.09.2024 (2 Orte). #### Häufige Fragen **Was ist der niedrigste Pegel der Elbe in Dresden?** Laut PEGELONLINE 21 cm (NNW), gemessen am 12.08.1947 und am 15.08.1952. Seit 2000 lag der tiefste Wert nach den ungeprüften Rohdaten bei 42 cm, im August 2018 und im August 2026. **Ab wann spricht man in Dresden von Niedrigwasser?** Eine feste Grenze gibt es nicht. Ein Anhaltspunkt ist das mittlere Niedrigwasser (MNW) von 67 cm laut PEGELONLINE – liegt der Pegel darunter, ist die Elbe niedriger als an einem durchschnittlichen jährlichen Tiefpunkt. **Wie niedrig war die Elbe 2026 in Dresden?** Nach den ungeprüften Rohdaten von PEGELONLINE fiel der Pegel Dresden vom 14. bis 17. August 2026 auf 42 cm – so tief wie zuletzt im August 2018. Die BfG beschrieb die Elbe im Juli 2026 als besonders stark von Niedrigwasser betroffen. **Warum hilft Tschechien bei Niedrigwasser in Dresden?** Laut BfG gab die Moldau-Kaskade mit der Talsperre Orlik 2026 seit April erhöhte Wassermengen ab. Ohne diese Zuschüsse wäre die Wasserführung der oberen Elbe noch geringer gewesen. #### Quellen - PEGELONLINE – Pegel Dresden (Stammdaten, Kennwerte, Messwerte und Vorhersage): https://www.pegelonline.wsv.de/gast/stammdaten?pegelnr=501060 - BfG – Niedrigwasserbericht vom 09.07.2026 („Wasserstände fallen wieder und bleiben niedrig“): https://www.bafg.de/SharedDocs/Downloads/DE/bfg_niedrigwasserbericht/2026/260709_nw_bericht.pdf?__blob=publicationFile&v=4 - Landeshauptstadt Dresden – Umweltbericht 2013: Bericht zum Junihochwasser in Dresden (Stand 04.03.2014): https://www.dresden.de/media/pdf/umwelt/140304_Ereignisanalyse.pdf - BfG – Vorhersagegenauigkeit (Vorhersage und Abschätzung): https://www.bafg.de/DE/5_Informiert/7_Fachglossar/Vorhersagegenauigkeit/vorhersagegenauigkeit_text.html ## Hochwasser-Archiv Chronik aller Tageshöchst- und -tiefststände am Pegel Dresden: https://www.dresden-hochwasser.de/archiv/ - Aufzeichnung dieser Website am Pegel Dresden seit 01.01.2000 (höchster und niedrigster Wert je Tag). - Zuletzt über Alarmstufe 1 (Richtwert) (400 cm): 22.09.2024 mit 450 cm (107,20 m NHN). - Höchster Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnung: 17.08.2002, 06:45 Uhr mit 940 cm (112,10 m NHN). - Zuletzt mindestens ein Ort über seiner Schwelle: 22.09.2024 (2 Orte). ## Höchste Hochwasser am Pegel Dresden Die höchsten Wasserstände am Pegel Dresden (Landeshauptstadt Dresden: Umweltbericht 2013 – Bericht zum Junihochwasser (Ereignisanalyse), Tabelle 6.2.1): 1. 17.08.2002: 940 cm 2. 06.06.2013: 878 cm 3. 31.03.1845: 877 cm 4. März 1784: 857 cm 5. September 1890: 837 cm 6. Februar 1862: 824 cm 7. 24.02.1799: 824 cm 8. März 1830: 796 cm 9. März 1940: 788 cm 10. Februar 1876: 776 cm ## Quellen und Methodik Adresse: https://www.dresden-hochwasser.de/quellen/ ### Datenquellen **Messwerte:** PEGELONLINE, der Pegeldienst der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero – Version 2.0. Es handelt sich um Rohdaten, die nachträglich korrigiert werden können. **Vorhersagen:** Wasserstandsvorhersage des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Elbe (WSA Elbe), abgerufen über PEGELONLINE. Die ersten Tage sind eine Vorhersage, die Tage danach eine Abschätzung (grobe Tendenz). Den Status eines Ortes berechnen wir nur aus der Vorhersage, nie aus der Abschätzung. Die Vorhersage wird laut PEGELONLINE morgens neu berechnet; den Stand zeigen wir jeweils dazu. **Stufen am Pegel:** „Alarmstufe 1 (Richtwert)“ ab 400 cm (Stadt Dresden), „Alarmstufe 2 (Richtwert)“ ab 500 cm (Stadt Dresden), „Alarmstufe 3 (Richtwert)“ ab 600 cm (Stadt Dresden), „Alarmstufe 4 (Richtwert)“ ab 700 cm (Stadt Dresden). **Schwellen der Orte:** Je Ort aus einer genannten Quelle, von der Redaktion geprüft und freigegeben. Ändert sich Wert, Einheit, Bezug oder Quelle, erlischt die Freigabe, bis erneut geprüft wurde. ### Bezugsniveau Pegel messen in Zentimetern über ihrem Pegelnullpunkt (PNP). Die Höhe über Normalhöhennull ergibt sich nur mit einem bestätigten Pegelnullpunkt: - Höhe in m NHN = Pegelnullpunkt in m NHN + Pegelwert in cm / 100 Ist der Pegelnullpunkt unbekannt oder nicht bestätigt, rechnen wir nichts um und vergleichen keine Schwelle, die in m NHN angegeben ist. Mess- und Vorhersagequelle werden laufend gegeneinander geprüft: Weichen ihre Messwerte im Mittel um mehr als 3 cm ab, setzen wir die Vorhersage aus. ### Aktualisierung - Messwerte: etwa alle 5 Minuten - Vorhersagen: etwa alle 15 Minuten - Stammdaten und Pegelnullpunkt: täglich Wir rufen die Quellen nie pro Seitenaufruf ab, sondern speichern die Werte zwischen. Ist ein Messwert älter als 45 Minuten, gilt er als veraltet; dann zeigen wir keinen Status mehr. Eine Vorhersage, die älter als 30 Stunden ist, verwenden wir nicht. ### Berechnung des Status Grundlage ist der höhere Wert aus aktuellem Messwert und höchstem vorhergesagten Wasserstand der nächsten 48 Stunden. Daraus ergibt sich der Abstand zur lokalen Schwelle des Ortes: - **Schwelle erreicht:** Wasserstand auf oder über der Schwelle (je nach Ort: Überflutung, Sperrung, Schutzmaßnahme – so wie es die Quelle sagt) - **Knapp unter der Schwelle:** 1 bis 30 cm darunter - **Erhöht:** 31 bis 70 cm darunter - **Unauffällig:** mehr als 70 cm darunter - **Kein Status:** Daten fehlen oder sind veraltet, Bezug unklar, oder es gibt keine verifizierte Schwelle Stützt sich der Status auf die Vorhersage, steht „voraussichtlich“ dabei. Die erste Überschreitung lesen wir aus der Vorhersagekurve ab. ### Grenzen Eine Schwelle beschreibt, ab welchem Pegelstand an einem Ort laut Quelle etwas passiert. Sie sagt nichts über Wellen, Wind, Strömung oder Absperrungen. Wir behaupten daher nie, ein Ort sei überflutet – wir zeigen, ob die Schwelle erreicht ist oder nach der Vorhersage erreicht werden kann. Diese Website ist kein amtliches Warnsystem. Die Darstellung dient der Information. Bei Hochwasser- und Gefahrenlagen gelten die Warnungen und Anweisungen der zuständigen Behörden.